Antennenprojekte
Antennenbau
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Kapitel 1.
Antennenbau Praxis und Theorie
Theorie über Drahtantennen von Max Rüegger HB9ACC
| Will man sich intensiv mit
Antennenbau beschäftigen, kommt man halt um etwas Theorie nicht herum.
Max Rüegger HB9ACC hat in verdankenswerter und grosser Arbeit dieses
Praktikum für Kurzwellen Drahtantennen geschaffen. Es soll vor allem den
Anfängern im Antennenbau die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse
vermitteln, welche sehr hilfreich im Antennenbau sein können. Aber auch
dem routinierte Antennenspezialisten soll dieses Praktikum eine Hilfe sein
und Vorschläge und Anregungen zum erfolgreichen Antennenbau vermitteln.
Ich wünsche ihnen viel Spass bei der Durchsicht dieses sehr schön
gestalteten Berichtes.
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Infos zum Einsatz der verschiedensten Balun`s
Unsymetrisch auf Symetrisch
Unsymetrisch/Unsymetrisch
| Balun Unsymetrisch auf
Symetrisch
1:1 Balun: Ausgelegt für 50 Ohm Bei Fehlanpassungen wird der Balun belastet und kann bei Verwendung von Ferriten in die Sättigung gehen. Störungen sind die Folge und der Kern kann seine Eigenschaften ändern resp. bei Überlastung zerstört werden. 1:2 Balun: 100 auf 50 Ohm. Dieser Balun ist geeignet für die Anpassung an Loop- Antennen. 1:4 Balun: 125 auf 50 Ohm. Dieser Balun ist geeignet für die Ankopplung an Mehrelementigen Beamantennen. 1:6 Balun: 300 auf 50 Ohm. Dieser Balun eignet sich für die Anpassung an asymetrisch gespeiste Dipole wie Windom Antennen (FD-4) sowie G5RV und Doppelzeppantennen. Der Balun wird bei Windom- und G5RV Antennen direkt integriert. Bei Doppelzepp Antennen usw. bei Verwendung einer symetrischen Speiseleitung ( Feeder- oder Hühnerleiter ) wird der Balun vor Einführung des Kabels in ein Gebäude positioniert. Man beachte, dass Feeder- oder Hühnerleiterspeiseleitungen immer freihängend zum Gebäude hingezogen werden. 1:9 Balun: 450 auf 50 Ohm zur Kopplung an symetrische Speiseleitungen ( Feederkabel Wireman ). 1:9 UNUN: Unsymetrisch auf unsymetrisch für div. endgespeiste Langdrahtantennen, GP`s, Verticals usw. 1:16 UNUN: Dito oben. |
Antennenanpassung
Eine kleine Einführung zum Thema Antennenanpassung von DJ9CS. Zum weiterlesen klicken sie einfach auf das untenstehende Startbild. Viel Spass.
Kapitel 2.
7 Band Vertical Urlaubsantenne
Nach Karsten Koch DL8LBK
| In einer Funkamateurzeitschrift bin ich auf dieses interessante Bauprojekt gestossen. auf dem drauffolgenden Besuch der HAM- Radio in Friedrichshafen wurden dann die Bauteile beschafft und am nächsten Tag bereits konnte das Projekt in Angriff genommen werden. Die Antenne besitzt einen optimalen Wirkungsgrad. Der Bandwechsel gestaltet sich sehr einfach, ohne variablen Bauteile wie Spulen, Drehkondensatoren und ohne die Antenne stehts umbauen zu müssen. Das Projekt ist sehr Preiswert, die Bauteile finden sich fast in jeder Bastelkiste oder sind leicht zu beschaffen. Die Antenne findet fast auf jedem Hotelbalkon Platz und ist mit Hilfe eines Spiethmastes sehr schnell einsatzbereit. Viel Spass beim realisieren und ausprobieren dieses Portabelantennenprojektes |
Alle fertigen Teile auf einen Blick
Der Aufbau der Antenne
| Die Antenne besteht wie
man sieht nur aus Draht und Koaxialstücken. Die Antenne kann als Half-
Slooper irgendwo in einem Baum oder aber mit Hilfe eines Spiethmastes
aufgebaut werden. Dies muss aber so geschehen, dass die 9.40 Meter Draht
so aufgehängt werden, dass der Speisepunkt ( Eine
SO 239 PL Buchse mit angelöteten Bananenbuchsen ) noch erreichbar sind.
Je nach Band wird nun das entsprechende Koaxialkabelstück angeschlossen
und mit einem PL- Stück verbunden. Der passende Stub ( in nachfolgendem
Bild ersichtlich ) kommt ebenfalls an das T- Stück und über ein
Speisekabel ( RG- 58 ) beliebiger Länge geht es weiter zum Transceiver.
Zum Bandwechsel muss der Mast nicht mehr eingefahren werden. Koaxialstück
und Stub tauschen........Fertig.
Für 15- und 40m entfallen Stub und T- Stück. Hier liegt Lamda3/4, resp. Lambda/4 Anpassung vor.Dafür bedarf es jedoch eines zweiten 9.40 Meter langen Schenkels welcher als Radial auszulegen ist, es sei denn, man verwendet den 7 Meter langen Strahler für 15m und die Koaxialtransformation. Die Antenne arbeitet dann als Dipol. Ich empfehle sofern es möglich ist, noch weitere Radials auszulegen, der Wirkungsgrad wird dann um ein vielfaches besser. Nach der unten abgebildeten Stückliste kann die Antenne nun gebaut werden. Es ist auf peinlich genaues Arbeiten beim Bauen zu achten. Wie genauer gearbeitet wird, umso besser wird die Antenne funktionieren.
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Antennenanpassung/Prinzip/Verluste
| Anpassung: Die Anpassung kann mit einem guten Tuner erfolgen, aber wer nimmt schon gerne viele Geräte mit in den Urlaub. Es ist ein altes Gesetz, dass der Tuner zur besten Anpassung der Antenne am Fusspunkt derselben angeschlossen werden muss. Dies ist sehr wichtig, denn....ist der Tuner am Funkgerät angeschlossen sieht er stets das Gesamtgebilde Antenne/Speiseleitung an seiner Ausgangsbuchse. Im untenstehenden Bild sehen sie die Theorie der koaxialen Stichleitung, welche für diese Antenne verwendet wird. |
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| Prinzip: Die physikalischen Eigenschaften der Antenne sind folgende: etwa 9.40 Meter Draht entsprechen in etwa Lambda/1 für 10m, Lambda/2 für 20m, Lambda 3/4 für 15m, Lambda 5/8 für 17m und Lambda/4 für 40m. Daher genügt ein Strahler, um auf 5 Bänder QRV zu werden. Alternativ kann man auch einen zweiten Strahler von 7 Meter Draht einsetzen. Diese Länge entspricht Lambda 5/8 für 12m, Lambda/2 für 15m und Lamda/4 für 30 Meter. Die Anpassung erfolgt mittels unsymetrischer Stichleitungenfür die Strahler n. mal Lambda/2 und für Lambda 5/8. Diese Form der Anpassung ist auch unter Lambda/4 Stichleitung oder Matching Stub bekannt. Da am offenen Ende einer endgespeisten Antenne der Länge Lambda/2 ein Spannungsmaximum auftritt, muss auch der Speisepunkt hochohmig sein. Es gilt nun, den sehr hochohmigen Speisepunkt auf die benötigten 50 Ohm zu transformieren. Im Rothammel findet sich dazu ein Diagramm, aus dem sich Angaben für die Längen der Koaxialstücke in Abhängigkeit von der Welligkeit ablesen lassen. Für eine Welligkeit von s = 20 die wir bei unserem Speisepunkt annehmen dürfen, ergeben sich unter Berücksichtigung des Verkürzungsfaktors V die folgenden Längen: Koaxialstück C = V . 0.216 Lambda und Stub B = V. 0.034 Lambda. Der Verkürzungsfaktor V des Koaxialkabels hängt vom Dielektrikum ab und beläuft sich bei Kabeln mit Voll- Polyäthylen wie bei RG- 58 RG- 213 usw. auf V= 0.66. Im untenstehenden Bild ist die koaxiale Stichleitung in der Praxis abgebildet. Stub und Koaxialleitung wurden mit: B und C bezeichnet. Ein wichtiger Hinweis: Eine Feinabstimmung sollte am Stub und/oder am Koaxialstück erfolgen, es sind jedoch auch die anderen Bänder beim Feinabstimmen im Auge zu behalten. |
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| Verluste: Leider sind Verluste im Koaxial- Transformator nicht zu vermeiden. Diese liegen gemäss Berechnungen bei Frequenzen von 14 MHz. und höher um 1 dB. Dies ist aber absolut vertretbar. Es sei einem jeden selbst überlassen, ob durch experimentieren mit hochohmigeren oder verlustarmen Koaxkabeln die Verluste eingeschränkt werden können. Günstigere Werte ergeben sich für RG-59, ( 75 Ohm ) RG- 62 ( 93 Ohm ) bzw. RG- 213 ( 50 Ohm ). Auch Aircell ( 50 Ohm) bei V = 0.83 ist ein Versuch wert. Es erfordert aber andere Stecker. Wichtig ist, dass für beide Transformationselemente immer derselbe Kabeltyp Verwendung findet. |
Fazit: Kein Mast ein- und auszufahren bei QSY, dies ist nur beim Umbau auf den 7 Meter Strahler notwendig. Schneller Bandwechsel durch einfaches Umstecken am Speisepunkt. Problemloser Einsatz bei 100 Watt Sendeleistung ohne aufwendige Matchbox. Preisgünstige Herstellung und geringer Platzbedarf für die Antenne im Gepäck. Fullsize Antenne ohne Trap`s oder Verlängerungsspulen. Flacher Abstrahlwinkel bei vertikaler Aufhängung und entsprechender Umgebung. Auf Abspannpunkte kann bei Einsatz eines Spiethmastes verzichtet werden. Betrieb auf 20, 15, 10m ohne Gegengewicht. Die Antenne ist Wetterunempfindlich. Geringes Gewicht von etwa 1.5 Kg. inkl. Speiseleitung. Herstellungszeit zwischen 60 und 120 Minuten ( je nach Geschick ).
Kapitel 3.
Mehrband Portabelantenne für 40, 20, 15, 10 Meter
Nach Eckart K.W. Moltrecht DJ4UF
| Urlaubs oder Portabelzeit? Kein
Problem.....auch hier in diesem Kapitel möchte ich ihnen gerne eine
Antenne aufzeigen, welche mit sehr geringem Aufwand zu bauen ist. Die
Bauteile dafür sind problemlos im Baumarkr erhältlich, lediglich eine SO
239- PL Buchse müsste im Fachgeschäft besorgt werden, es sei denn man
hat so eine Vierlochflansch Buchse in der Bastelkiste. Dazu empfehle ich
für die Enden zum abspannen zwei Porzellaneier oder aber man baut sich
diese Endisolatoren selber aus Akrylglas, welches ebenfalls im Baumarkt in
verschiedenen Dicken besorgt werden kann. Das ganze Antennenprojekt wird
mittengespiesen und an einem Fiberglasmast von Walter Spieth oder einer
grossen Angelrute aufgebaut und als Invertet Vee betrieben.
Selbstverständlich kann die Antenne auch als horizontaler Dipol
aufgehängt werden, jedoch ist bei dieser Aufhängungsart nur noch
Monobandbetrieb machbar, es sei denn....man scheue den Aufwand nicht, die
Antenne jedesmal bei Bandwechsel herunterzulassen um mittels der
eingebauten Lüsterklemmen die Bandwechsel vorzunehmen
Aufbau der Antenne: Der Aufbau der Antenne gestaltet sich recht einfach wie sie auf dem folgenden Bauplan entnehmen können. Fangen wir mit der Speisung an. Gespiesen wird die Antenne in der Mitte mit einer SO-399 PL Buchse. Wollen wir etwas Wetterfestes machen kann diese SO- 239 PL Buchse auch an einer Elektroverteilerbuchse angeschschraubt werden. Vorteil dieser Anschlussmöglichkeit ist die....dass man zusätzlich am Gehäuse oben und Seitwärts Ringschrauben anbringen kann, an welchen dann die beiden Schenkel mittels Zugentlastung angeschlossen werden können. Den einen Draht führen wir auf die Seele der SO- 239 PL Buchse, den anderen auf die Masse der PL Buchse. Im Gehäuse kann dies mit Verkabelung sauber vorgenommen werden. Die Grundlänge der Antenne wird auf das 10 Meter Band also das kürzeste Band welches damit gearbeitet werden kann bemessen. Für die weiteren Bänder werden ganz einfach weitere bemessene Drahtstücke angeschlossen. Genaue Details werden nachfolgend in Bildern dargestellt. Mit dieser Anleitung kann eine einfache Multiband Antenne realisiert werden mit dem grossen Nachteil, dass.....jedesmal wenn man Bandwechsel vornimmt halt auch die Antenne wieder heruntergelassen werden muss. Ich wünsche viel Spass beim Nachbau dieses Projektes. Details entnehmen sie bitte in den nachfolgenden Bildern.
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Kapitel 4.
Die G5RV Multibanddipol Antenne
| Kürzlich hatte ich mal die
Gelegenheit, dank eines Funkfreundes eine einfache G5RV ausgiebig im Feld
zu testen. Ich war von dieser Antenne dermassen begeistert, dass ich noch
am gleichen Tag beschloss, mir so eine G5RV aufzubauen. Ursprünglich
wurde die Antenne vom englischen Funkamateur G5RV für das 20 Meter Band
entwickelt. Durch zahlreiche Versuche durch andere Funkamateure stellte
man fest, dass die Antenne auch auf den anderen Bändern vorzüglich
spielt, gesetzten Falles, dass die Antenne dementsprechend gebaut wird.
Durch den niederohmigen Speisepunkt ( symetrisch auf unsymetrisch ) ist
die Antenne praktisch Mantelstromfrei und demzufolge sind auch die
Störungen sehr gering. Zur Anpassung dieser Antenne erfordert es einen
einfachen Antennentuner, ja sogar automatische Antennentuner, welche
in den morderneren Geräten eingebaut werden, sind schon mehr als
ausreichend. Ich habe sogar festgestellt, dass es an derjenigen G5RV
welche ich kürzlich testen durfte sogar ohne Tuner ging bei einem SWR von
1:1,5 auf 40 und 20 Meter.
Der Aufbau der G5RV G5RV Antennen können in verschiedenen Versionen und Längen je nach Platzbedarf eines jeden einzelnen gebaut werden. G5RV Antennen werden in der Regel ohne Balun aufgebaut, es kann aber durchaus ein 1:1 Balun von symetrisch auf unsymetrisch angeschlossen werden. Sehen sie dazu die unten aufgeführten Massangaben.
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| Praktischer Aufbau der G5RV
Antenne wie ich sie gebaut hatte:
Materialaufwand:
Zuerst wird aus 0.5 mm dickem Akrylglas eine Platte von ungefähr 8 x 8 cm. ausgefräst. diese Platte dient zur Aufhängung der Antenne am Mast sowie zum Anschluss der Antennendrähte ans Feederkabel. Oben bohrt man in der Mitte zwei Löcher von 0.5 mm im Durchmesser in die Platte und in der Mitte der Platte werden drei Löcher rechts und links je nach Stärke der Antennendrähte, welche sie verwenden wollen gebohrt. Diese dienen der Zugsentlastung und der Montage der Antennendrähte an das Feederkabel. Es sei aber jedem einzelnen überlassen wie er dieses Detail lösen möchte, ob mit einer Akryl- oder Bakelitplatte oder anderen Lösungen. An den Enden der Antennendrähte werden zwei Porzellanisoliereier mittels zwei Seilkauschen angebracht. An die Drähte auf dem Mittenanschluss habe ich zwei Bananenstecker angebracht. Dann wurde das Feederkabel auf exakt 4.80 Meter abgemessen- und geschnitten. Am oberen Ende des Feederkabels wurden zwei Bananensteckerbuchsen angebracht. So kann das Feederkabel bequem mit den Antennendrähten gekoppelt werden. Auch hier überlasse ich jedem einzelnen seine Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten. Am unteren Ende des Feederkabels wird eine kleine Elektroverteilerbuchse an welcher eine SO- 239 PL Buchse montiert wurde angebracht. Oben an der Verteilerbuchse wird das Feederkabel eingeführt und an der SO- 239 PL Buchse montiert. Ein Ende auf die Seele- das andere Ende an die Masse der PL Buchse. Nimmt man eine Fotofilmdose, so montiert man im oberen Drittel derselben zwei Ringschrauben. An diese Ringschrauben wird links und rechts das Feederkabel angeschlossen. Von den Ringschrauben weg im inneren der Filmdose schliesst man die Feederanschlüsse mit zwei isolierten Drahtstücken an die SO- 239 PL Buchse. Die Buchse wird wasserdicht im Filmdoseninneren mit Aloxylharz oder ähnlichem vergossen. An die PL Buchse kann nun beliebig langes Koaxialkabel angeschlossen werden. Ich wünsche viel Spass und Erfolg beim Nachbauen und experimentieren mit dieser tollen Multibandantenne. |
Stromverteilung/ Strahldiagramme der G5RV
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| Stromverlauf der G5RV mit EZNEC berechnet | Grafik des Stehwellenverlaufs auf der G5RV |
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| Grafik des Spannungsverlaufs auf der G5RV und Feederleitung | Abstrahldiagramme: 1. Bei Lambda/2 2. Bei Lambda/Ganz 3. Bei Lambda/ 3/2 |
Kapitel 5.
Die Lowband Four Leg Groundplane
Idee:
Meine Idee war es eine GP zu entwerfen, welche auf den Lowbändern 160, 80 und 40 Meter laufen soll. Das Projekt ist nicht neu, gibt es doch im Rothammel und anderen Antennenbüchern ähnliche Macharten von Groundplaneantennen. Der Unterschied zu meinem Experiment ist folgender, nämmlich......dass die Antenne gegen Masse mit einem 1:9 UNUN an der Mastspitze oben befestigt, betrieben wird.
Wie kann man sich diese Antenne vorstellen?
Die Antenne besteht aus 4 x 20 Meter langen Litzedrähten, welche am 1:9 UNUN oben gespiesen werden. Ein fünfter Draht von 20 Metern führt vom Massepunkt der Speisung am Mast herunter und bildet die Erdung. Der Mast soll eine Höhe von 13 Meter haben. Die Drähte werden in alle vier Himmelsrichtungen schräg nach unten gespannt und an den Enden ca- 2 Meter ab Boden befestigt. Ich habe die Antenne bereits mit EZNEC berechnet und möchte es ihnen nicht vorenthalten, diese Berechnungen zu zeigen.
Ziele:
Die Antenne soll eine flache Strahlung erhalten, denn sie soll auch für DX Verkehr eingesetzt werden können. EZNEC beweist in den Berechnungen genau meine Vorstellungen, welche ich in diese Antenne setze. EZNEC zeigt auch ganz schön die Stromverteilung über die einzelnen Antennendrähte. Gegenseitige Beeinflussung der vier Drähte ist nicht auszumachen, dies muss dann in den Praxistest`s ermittelt werden. Auf den oberen Bändern funktioniert die Antenne nicht so gut. Nach meinen Berechnungen mit EZNEC ergibt sich ab 20 Meter eine stark ausgeprägte Steilstrahlung. Für die oberen Bänder müsste die Antenne anders aufgebaut werden. Lassen sie mich nun die Grafik von den Berechnungen darlegen und aufzeigen. Die Antenne wird nun in absehbarer Zeit auch praktisch erprobt werden. Ihrre Meinung zu diesem Projekt interessiert mich sehr. Schreiben sie mir doch an untenstehende E- Mail Adresse.
Die Lowband Four Leg GP im Einsatz
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Grafische Darstellung EZNEC Berechnungen der GP
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| Stromverteilung auf der GP. Ganz schön ist auch sichtbar wie die Erdungsleitung aktiv mitstrahlt. |
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EZNEC zeigt ganz eindrücklich die guten Abstrahlungsbedingungen über idealem Grund berechnet. Standort und Umgebungseinflüsse spielen in der Praxis eine sehr wichtige Rolle und können sich auf das Abstrahldiagramm auswirken. Praktische Versuche werden dies sicher bestätigen. |
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Kapitel 6.
Bau einer HB9CV Duoband Beam für 2m/70cm
Ansicht der Antenne als Bauplan
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Massangaben der Duoband CV Beam 2m/70cm:
| Boomlänge: 54.8 cm.
Umfang des Boomträgers: 4 x 1.5 cm. Für die 2 Meter Elemente: Direktorstäbchen 1: 2 x 29 cm. Länge Dipolstäbchen 1: 2 x 32.5cm. Länge Reflektorstäbchen 2m/70cm.: 2 x 36.5cm. Länge Für die 70cm. Elemente: Direktorstäbchen 1: 2 x 9.0 cm. Länge Dipolstäbchen 2: 2 x 11.5 cm. Länge |
Direktor, Reflektor und Dipolstäbchen werden aus Aluniniumstäbchen von 6mm Querschnitt gebaut. Ich überlasse es einem jeden selber, wie er die Stäbchen bauen will. Einige ziehen es vor, die Elemente am Stück zu machen, andere wiederum teilen die Elemente auf und schneiden Gewinde hinein, damit die Antenne zerlegt und am Portabelstandort wieder zusammengesetzt werden kann. Der Fantasie eines jeden sei keine Grenzen gesetzt.
Vorbereitung des Boomträgers
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Der Boom hat wie oben beschrieben eine Länge von 54.8cm. Länge und besteht aus einem Aluminium Vierkantrohr von 4 x 1.5cm. Auf der Skizze ersehen sie die genaue Bohreinteilung der Löcher für die Elemente. Ebenfalls ist ersichtlich, wo die SO- 239 PL Flanschbuchse zur Speisung der Antenne eingebaut wird. Des weiteren wird ein Aluminiumplättchen zurechtgeschnitten und zwar in der Grösse von 7.0 x 4.0cm. Grösse. Dicke des Plättchens ist 4mm. Dieses Plättchen dient zur Befestigung der Antenne an einem Masten. Zur Befestigung werden zwei Löcher in der Dicke von M5 Schrauben gebohrt. Aus einem Stück Gewindestange M5 wird ein U- Befestiger geformt, oder man hat von alten Antennen noch so was übrig. |
Spezielles:
| Laut Physik könnte diese Antenne
technisch gesehen gar nicht funktionieren. Versuche von verschiedenen
Operators haben dies bestätigt. HB9CV konstruierte ja ursprünglich diese
Antenne als 2 Element Monoband Beam für UKW und KW. ( Interessantes
darüber finden sie umfangreich im Rothammel Antennenbuch). Nun....durch
verschiedene Versuche wurde man fündig.Die Antenne kann nur mit sogenannten Anpassleitungen,
welche man sich bequem aus Koaxialkabel machen kann, betrieben werden. Pro
Band wird eine Anpassleitung benötigt. Die Längenangaben
der Anpassleitungen sind folgende:
2 Meter Band: 14cm. lang 70cm. Band: 3cm. Lang Die beiden Kabelstücke werden exakt zugeschnitten und am einen Ende abisoliert. die Seele der beiden Kabel wird an der SO- 239 PL Buchse an die Seele der Buchse gelegt, und das Abschirmungsgeflecht der beiden Kabel wird verdrillt und verzinnt und an die Verdrahtung der Elemente angeschlossen. Die beiden Anpassungskabel können am Boom mit etwas Isolierband liegend befestigt werden |
Die Verdrahtung der Elemente:
| Dem Drahtdurchmesser
entsprechend bohrt man, wie in den nachfolgenden Verdrahtungsplänen beschrieben,
Löcher in die Elemente, in welchen dann die Drähte fixiert werden.
Bohren sie die Löcher durchgehend durch die Elemente und schieben die
Drahtstücke hindurch. Mit Heissleim, Kunstharz oder transparentem
Silikon, können sie die Anschlüsse etws versiegeln und abdichten.
Die Drähte sollten einen guten Zentimeter über dem Boom und den Elementen montiert werden, damit sie nicht zu nahe am Boom und den Elementen stehen. Der perfekte Antennenbauer bedient sich dessen, indem er Abstandhalter aus Kunsstoff bastelt oder kauft und diese auf dem Boom montiert. Mit einer Flachzange können die Drähte zu den Elementen schön gebogen und befestigt werden. Diese Verdrahtungen werden an der SO- 239 PL Buchse an Masse gelegt |
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Schema Verdrahtung 2 Meter Band Schema Verdrahtung 70cm. Band
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Messdaten der Duoband CV Beam
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Kapitel 7.
Die Sprungfeder Vertikal Antenne
Ein einfaches Antennenprojekt für Antennengeschädigte, sowie Portabelbetrieb
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Bauanleitung und Beschrieb dieses Projektes
| Die Idee habe ich von HB9CRO David
erhalten. An einer ARDF Peilübung der USKA Sektion Bern, hatte er diese
sehr einfach zu realisierende Antenne am Fuchssender im Betrieb. Ich
wusste aber bis heute nicht, wie er die Einspeisung gelöst hatte, vermute
aber....dass diese direkt an einem Tuner gegen Masse angepasst wurde. Die
Peilübung fand übrigens auf dem 80 Meter Band statt.
Nun.......ich wollte dieses Projekt nachbauen, fand aber nirgends so eine Sprungfeder aus Stahl. Sämtliche Spielzeuggeschäfte in der Stadt Bern wurden abgeklappert, überall hatten sie wohl diese Federn, aber leider nur aus Kunststoff. So geriet das Projekt in Vergessenheit,bis.........Im Herbst 2006 ging ich mit meiner Familie an den Metzgermarkt in die Münstergasse nach Bern. Wir sassen dann noch in einem Cafè, um uns zu erfrischen. Gegenüber war ein neues Spielwarengeschäft eröffnet worden. Mein erster Gedanke, als ich diesen Laden sah, war...mal nachsehen, ob es vielleicht dort solche Federn aus Stahl hätte. Und es hatte.....ja, und das beste ist, man kann diese Dinger nachbestellen, falls es mal keine mehr hätte. Es wurde eine solche Feder gekauft und das Projekt konnte realisiert werden. Der Bau dieser Antenne ist eigentlich ganz einfach. Am oberen Ende der Feder wird ein kleiner Ringkabelschuh angelötet. Dieser dient zur Aufhängung am Spiethmast o.ä. Der Ring wird einfach oben am Mast aufgesetzt und der Mast wird so mitsamt der Feder ausgefahren. Die Speisung hab ich folgendermassen gemacht. Auf ein Stück Ferritstab werden zwei verschiedenfarbige isolierte Verdrahtungslitzen zu 13 Windungen aufgewickelt. Diese Spule habe ich dann in eine Fotofilmdose, an welcher ich eine SO-239 PL Buchse angebracht hatte, eingebaut. Oben habe ich zum Antennenanschluss sowie für die Erdung noch zwei Ringschrauben montiert. |
Kapitel 8.
Die Balcon Vee
Nach einer Idee von HB9CHB Martin aus Olten
Die Balcon Vee
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Es braucht ja wirklich
nicht viel um auch als Antennengeschädigter doch noch QRV werden zu
können. Dies fand ich, als ich auf der Homepage von HB9CHB diese Idee
einer einfachen Antenne, welche schnell aufgestellt und wieder weggeräumt
werden kann. Den Gedanken an diese Antenne hatte ich schon
bei der Wohnungsbesichtigung, da wie vielerorts auch hier der Vermieter
keine Fixantenne duldet. Es darf also keine feste Installation geben, die
Antenne muss schnell auf- und wieder abgebaut werden können. Was braucht
es dazu, um diese wirkungsvolle Antenne zu realisieren?
Material: 1 Stk. Spiethmast oder Angelrute mit einer Länge von mind. 8 Meter 1 Stk. 1:9 UNUN oder Smarttuner 1 Stk. Antennenlitze 0.2mm o.ä. sowie 2 Porzellanisolatoren o.ä Bau der Antenne: Kauf oder selbstständiger Aufbau eines 1:9 UNUN`s. Je nach Möglichkeit oder Balkonbreite wird ein Drahtstück der Antennenlitze von 6- bis 20 Meter abgeschnitten. Der 1:9 UNUN wird am einen Ende des Balkons am Geländer befestigt. Über den Draht wird nun ein Porzellan Isolator geschoben. Am andern Ende des Drahtes wird ebenfalls ein Porzellan Isolator montiert und mit einem kleinen Karabinerhaken am Balkongeländer befestigt. Statt eines 1:9 UNUN`s kann selbstverständlich auch ein Smarttuner angebracht werden. Betrieb der Antenne: Ist nun alles vorbereitet so wird der Spiethmast oder die Angelrute mit dem kleinsten Teil ausgefahren. Den Porzellanisolator, welchen wir über den Draht geschoben hatten wird auf dem vordersten Teil des Spiethmastes aufgesteckt. Nun kann der ganze Mast ausgefahren werden und der Antennendraht bildet sich zu einem liegenden Vee aus. Es ist selbstverständlich, dass diese Antenne gegen Masse betrieben werden muss. Benutzen sie dazu alle Möglichkeiten auf ihrem Balkon um ein Gegengewicht zu realisieren. Ein gutes Drahtstück in der etwaigen Länge der Antenne wirkt sich schon recht gut aus. Ebenfalls muss das Anpassgerät gut geerdet sein. Meine Antenne misst in der Gesamtlänge 12 Meter. Sie lässt sich sehr gut von 80 bis 10m inkl. WARC Bänder betreiben. Wie höher der Balkon um so besser ist der Wirkungsgrad festzustellen, sie ging aber auch im untersten Balkon des Wohnhauses sehr gut. Das Gebilde ist DX tauglich, ja....sogar in QRP liessen sich sehr schöne DX nach Übersee und in die Karibik verwirklichen. Wenn der Funkbetrieb beendet ist, einfach Spiethmast wieder einziehen, Porzellanisolator vom Mast entfernen, Endisolator am andern Ende des Balkon`s lösen, Draht zusammenrollen.....fertig. Niemand wird ihnen etwas anlasten können, da keine Fixmontage. Aufwand zum Auf- Abbau weniger als 3 Minuten. Viel Spass beim Betrieb |
Kapitel 9.
Die Multiband Tecno Wire
Ein Interessantes Projekt zum Nachbauen
| Die Idee, eine Langdrahtantenne so
zu verkürzen, dass sie von 80 bis 10 Meter arbeitet, hatte ich mal in
einer schlaflosen Nacht im Jahre 1997 gehabt. Es muss doch möglich sein,
einen 20 Meter langen Draht gegen Masse gespiesen auf mehreren Bändern zu
betreiben. Es wurden erste Versuche mit 20 Meter Antennenlitze und
direkter Einspeisung mittels Koaxialkabel RG- 213 gemacht. Es wurden
erheblich Mantelwellen festgestellt, welche TVI / BCI verursachten. Zudem
liess sich die Antenne nur ab 20 Meter ( Fullsize) bis 10 Meter anpassen.
Nun wurde versuchshalber ein 1:9 UNUN angeschlossen. Mit diesem
Impedanztransformator waren schon merklich bessere Resultate zu erzielen
und der Draht liess sich nun auch auf 40 Meter anpassen. Etwas später
hatte ich mit einem Funkfreund eine angeregte Diskussion über dieses
Antennengebilde und er meinte, ob es nicht ratsam wäre, eine Luftspule
einzubauen, mit welcher dann der Draht fürs 80 Meter Band verlängert
werden konnte. Ich fand eine Lösung, so eine Luftspule zu machen,
wickelte mal 2 Meter isolierte 0.8mm im Querschnitt messende Kupferlitze
auf einen 7cm. im Umfang messenden Körper. Die Spulenfeder wurde
weggenommen und mit Kabelbindern rundherum versteift. Mit Hilfe meines
Funkfreundes fanden wir einen Strombauch im hinteren Drittel dieser
Antenne und dort wurde nun die Spule eingeschleift. Wie sich
herausstellte, funktionierte nun dieser Draht auch auf 80 Meter. Nun
gingen die Berechnungen der Antenne an. Mit Hilfe von HB9ACC Max wurde die
Antenne mit EZNEC simuliert. Dabei sah ich, wenn man auf 80 Meter
arbeitet, die Spule schön mitspielt. Der Drahtteil nach der Spule trägt
eigentlich nicht mehr viel zur Abstrahlung bei. Also wurde die Antenne
nochmals um 2 Meter gekürzt. Nun ist die Antenne 18 Meter lang geworden.
Bei 13 Meter wurde der Draht aufgeschnitten und die Verlängerungsspule
eingefügt. Mit dieser neuen Länge wurde wieder per EZNEC simuliert und
die Werte die dabei herausgekommen sind möchte ich ihnen anhand einer PDF
Datei präsentieren.gt
Es ist ganz klar zu sagen. Die Antenne muss gegen Masse mit einem Tuner betrieben werden. Aufgrund ihrer Kurzform sind die Resonanzpunkte jenseits von gut und böse, aber es waren beachtliche DX damit zu arbeiten, dank ihrer guten DX Eigenschaften. Aus diesem Grund habe ich diese Antenne "Multiband Tecno Wire" getauft, eben darum.......weil dieses Gebilde meiner Ansicht nach für mich ein technisches Wunder ist.eigentlich nicht mehr viel zur Abstrahlung bei |
Bilder der ersten Multiband Tecno Wire vor dem praktischen Einsatz
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Die erste Multiband Tecno Wire |
Die Luftspule der Antenne 12.4 uH |
Der Bauplan der Antenne:
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| Der Bau dieser Antenne gestaltet sich recht einfach und ist mit wenig Material und Aufwand sicher zu bewerkstelligen. Beginnen wollen wir mit dem Balun 1:1 welcher eigentlich recht einfach zu bauen ist. Man wende sich an die Antennenbuch Literatur. Andernseits kann auch ein Fabrikgefertigter Balun genommen werden, ich überlasse es jedem selber, wie er dies Handhaben möchte. Für die Antenne selbst kann man Antennenlitze, isoliertes Lautsprecherkabel, oder Klingeldraht verwendet werden. Es werden 18 Meter abgelängt und bei 13 Meter aufgeschnitten. Hier wird die Spule auf Zugentlastung ( siehe Bild oben) eingebaut. Am Ende der Drahtantenne montiert man einen Endisolator aus Porzellan o.ä. Am andern Ende wird der Balun angebracht. Zur Erdung ist zu sagen, dass man auf genügend Gegengewicht achten sollte. Ist es nicht anders möglich, kann auch ein Gegengewicht in der gleichen Länge wie die Antenne angebracht werden. Besser ist es aber, indem man sich ein kleines Radialnetz auslegt. Die Radials können auf die einzelnen Bänder berechnet werden. Ich habe Versuche im Portabelbetrieb gemacht und da ging es auch schon ganz gut mir einem Stück Draht, welcher an einem Erdspiess angebracht wurde. Klar aber ist.....wie mehr Gegengewicht....umso besser. |
Materialliste:
| Balun1:1 Homemade oder gekauft |
| 18 Meter Antennenlitze beliebiger Dicke |
| Isolierter einadriger Kupferdraht 0.8mm für die Spule |
| Kupferdraht 0.8 bis 0.20mm zum Erden und zum Bau der Radials |
| Endisolator aus Porzellan oder Homemade aus Akrillglas o.ä |
| Kastenseilklemme |
| Kabelbinder |
| Heissleim zur Abdichtung |
Die Luftspule
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Die Luftspule wie sie im Bild daneben sichtbar ist, kann mit wenig Aufwand selber gebaut werden. Es braucht lediglich ein Stück isolierte eindrahtige Kupferlitze von 0.8mm Dicke und 2.2 Meter Länge. Die Spule sollte etwa 7cm im Aussendurchmesser messen. Man sucht sich einen Wickelkörper, welcher etwa 7cm. im Umfang aufweist. Auf den Wickelkörper werden die 2.2 Meter Draht satt aneinanderliegend aufgewickelt. Die sich dadurch ergebene Feder wird vom Spulenkörper entfernt und mit Kabelbindern wird diese Feder zusammengebunden und versteift. Man beachte, dass beidseitig der Spule zwei Stummel von 4-5cm. in der Länge für die Befestigung an den Antennendrähten berücksichtigt werden Hat man dies richtig gemacht, so sollte die Spulenbreite etwa 0.8 bis 1 cm.betragen. Dieser Wert ist wichtig zu wissen, wenn man die Spulenimpedanz berechnen will. Aus einem kleinen Akrillglasscheibchen von 4 x 2cm wird eine Aufhängung konstruiert, an welcher die Spule zugentlastet aufgehängt und mit den Antennendrähten verbunden wird. Wird die Spule exakt nach meiner Anleitung gebaut, so sollte diese eine Impedanz von 12.6 uH beitzen. Man kann diesen Wert berechnen mit nachfolgender Formel oder auch mit dem LC Messgerät messen. Errechnet nach der drauffolgenden Formel bin ich auf 12.4 uH gekommen, mit dem Messgerät wurde 12.6 uH ermittelt, stimmt also gar nicht mal so schlecht mit dem gemessenen überein. |
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| Diese sogenannte Nagaoka Spulenformel kann auch für andere Luftspulen eingesetzt werden. Probieren sie es mal und messen sie mit dem LC Messgerät nach. Sie werden staunen, wie genau diese Formel mit der Praxis übereinstimmt. |
Strahldiagramme der Antenne
Diese Strahldiagramme wurden mit EZNEC berechnet
Die Grundberechnung:
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| Antennensimulation
Ich bin von folgenden Annahmen ausgegangen: Länge des Antennendrahtes: 18 Meter Verlängerungsspule: Eingefügt bei 13m ab Speisepunkt. ( Wert der Spule, 12.4uH ). Ideale Spule ohne Verluste Erdleitung: 10 Meter lang für alle Simulationen wo nichts anderes vermerkt |
| Grundsätzliches:
Wenn es um Antennen geht, dann gibt es einige Randbedingungen welche durch die Gesetze der Physik gegeben sind. Hier eine kleine Auswahl, welche zum Verständnis dieser Antenne beitragen soll: 1. Es ist der Strom der strahlt! 2. An einem freien Ende einer Antenne tritt immer ein Spannungsbauch auf, d.h. an diesem Punkt wird der Srom zu Null! 3. An jedem geerdeten Ende einer Antenne tritt ein Strombauch auf (d,h. ein Strommaximum). der immer vorhandene Erdübergangswiderstand kann den Punkt des maximalen Stromes etwas vom Erdübergangswiderstand wegrücken. Es handelt sich aber im Falle eines guten Erdübergangs um kleine Verschiebungen, welche die Eigenschaften einer Antenne nicht nennenswert beeinflussen. UM WAS FÜR EINE ANTENNE HANDELT ES SICH?? Technisch gesehen handelt es sich bei dieser Antenne um eine.....Nicht resonante, endgespeiste Antenne. An einer bestimmten Stelle ist im horizontalen Draht einer Verlängerungspule von 12.4uH eingefügt. Diese Spule hat am meisten Einfluss auf dem 80m Band. Auf den anderen Bändern ist der Einfluss dieser Spule sehr klein, oder anders ausgedrückt....sie verschlechtert weder die Eigenschaften der Antenne, noch bringt sie einen positiven Beitrag. MONOPOL ODER WAS?? Der Ausdruck MONOPOL sagt, es handle sich um eine Antenne, welche lediglich mit einem einzigen Antennendraht funktionieren würde. Dem ist natürlich nicht so. Die einzige Antennenform, welche man auch nur im entferntesten als MONOPOL bezeichnen könnte, ist die resonante endgespeiste Antenne. Diese ist exakt Lambda/2 lang, oder ein vielfaches davon. Dieser Antennentyp wird am Ende hochohmig eingespeist und zwar mit: 1. Einer Hühnerleiter ( Zeppelinantenne ) 2. Einer koaxialen Stichleitung 3. Einem Fuchskreis Eine solche Antenne ist in sich resonant und benötigt keinerlei Gegengewichte oder Erdleitungen Im Vorliegenden Falle stellt der Antennendraht lediglich einen Ast der Antenne dar. Der andere Ast ist die Erdleitung. Viele OM`s/ YL`s welche mit solchen Antennen experimentieren wissen zwar, dass man "ERDEN" muss. Sie sind sich aber nicht im klaren, dass die Erdleitung einen integrierenden Teil der Antennenanlage darstellt und an der Abstrahlung voll beteiligt ist. Wenn mit solchen Antennen TVI/BCI Probleme auftreten, dann ist in den meisten Fällen die Erdleitung schuld. Sie ist voll an der Abstrahlung beteiligt und allfällige Elektronik, welche in der Nähe positioniert ist kann beeinflusst, sprich gestört werden. Wenn weder Erde noch Gegengewicht vorgesehen wird, dann strahlt ganz einfach die Speiseleitung. HF findet immer einen Ausweg und lässt sich nicht so leicht überlisten. Fazit: HEISSER SHACK |
Strahldiagramme mit EZNEC berechnet:
Zur Vergrösserung einfach auf Bild klicken
| Gewinn in der Haupstrahlrichtung -6dBi. Verlängerunsspule aktiv. Draht 1 führt viel Strom und strahlt. Draht 3 dient vorwiegend der Resonanz. | Gewinn in der Hauptstrahlrichtung - 5 dBi. Rundstrahlcharakter, flache Abstrahlung. Sehr gut für DX Verkehr. | Gewinn in der
Hauptstrahlrichtung - 0.4 dBi. Gute Flachstrahlung. Einfluss des
horizontalen wie auch des vertikalen Teils ( Erdleitung) sichtbar. Leichte
Richtwirkung in Richtung Endisolator.
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Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 4dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 20m. Gute DX Eigenschaften, Flachstrahlung. Noch nicht ausgeprägte Richtwirkung. |
| Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 3dBi. Entspricht einem Fullsize Dipol auf 17m. Ausgeprägte Flachstrahlung, starke Unterdrückung der Steilstrahlung. Richtwirkung ausgeprägt zunehmend. | Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 2.6 dBi. Enspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 15m. Eigenschaften ähnlich wie bei 18MHz. Richtwirkung ist noch etwas ausgeprägter. | Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 4.7 dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 12m. Abstrahlung durch Steilstrahlung geprägt, im Sinne schlechte DX Eigenschaften, bei guten Verhältnissen aber DX möglich und machbar. | Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 7 dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 10m. Starke ausgeprägte Steilstrahlung, aber bei guten Verhältnissen wurden zahlreiche DX in CW gemacht. |
SWR Verlauf bei verschiedenen Erdleitungslängen
| SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 5 Meter Länge | SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 10 Meter Länge | SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 15 Meter Länge |
Kapitel 10.
Der Magnetic- Dipol
Nach einer Idee von SWL Wolfgang 13EG86
Einleitung:
| Ein Grundsatz, welcher hier von
Wolfgang 13EG86....SWL aus Deutschland sehr schön verkörpert wird
ist.....dass sich auch SWL`s aktiv am Amateurfunkwesen beteiligen können.
Schliesslich sind die geschätzten SWL ja auch Radioamateure im Sinneund
liefern uns wertvolle Rapporte zur Studie der Ausbreitungsbedingunen usw.
Sie dürfen auch basteln und experimentieren, dies auf der Basis des
Höramateurs. Wolfgang hat sich eine Dipolantenne entworfen und gebaut und
hat mir in sehr verdankenswerter Weise die Erlaubnis erteilt, dieses
schöne Projekt auf meiner Webseite veröffentlichen zu dürfen.
Mitgeholfen bei diesem Projekt hat sein Sohn Timm, auch ein sehr
engagierter und aktiver SWL unter dem Call DE3RPC. Zusammen haben
sie dieses schöne Projekt gebaut. Ich konnte es mir nicht verkneifen,
diese Antenne auch nachzubauen und hab damit in einem ausführlichen Test
sehr gute Resultate erzielt und sogar in der Zeit des
Sonnenfleckenminimuns konnten mit dieser Antenne und 5 Watt QRP
DXCC Länder wie Kanada, USA, Chile und Sybirien erreicht werden, mit zum
Teil beachtlichen Rapporten. Aus diesem Grunde finde ich es sehr
angebracht, dieses einfach zu realisierend Bauprojekt auf meiner Webseite
etwas näher vorzustellen, soll es doch auch dem antennengeschädigten
Funkamateur eine Idee für eine platzsparende Antenne bringen.
Schliesslich pflegen wir Funkamateure und SWL alle ein Ziel.....Kontakte
mit gleichgesinnten auf der ganzen Welt zu pflegen und in unserem Fall
geht das halt leider ohne Antenne nicht.
Ich möchte hier Wolfgang 13EG86 meinen herzlichsten Dank für dieses wunderbare Projekt, sowie die Erlaubnis, dieses hier veröffentlichen und vorstellen zu dürfen, aussprechen. Somit wurde ein Ziel meiner Webseite, Projekte zu zeigen, Ideen anderer Funkamateure hier veröffentlichen zu dürfen, einmal mehr erreicht. |
Die Idee:
| Wolfgang pflegte schon lange den Wunsch, eine platzsparende Antenne aufzuhängen, da er platzmässig für grössere Projekte etwas eingeschränkt ist. Auf der Suche nach etwas geeignetem stiess Wolfgang auch auf meine Webseite und lernte hier den Bau eines 1:9 UNUN`s kennen. Der 1:9 UNUN hat die Eigenschaften, hohe Widerstandswerte (450 Ohm) an Speisepunkten auf annähernd 50 Ohm herunter zu transformieren. Wolfgang hatte einige Fragen verschiedener Bauprojekte für Antennen, welche mit 1:9 UNUN`s gespiesen werden können, an mich gerichtet. Geeinigt haben wir uns auf verschiedene per E- Mail ausgetauschten Besprechungen hin, einen Magnetic Dipol mit einer Gesamtlänge von 10 Meter zu bauen, das heisst....es wurden zwei Schenkel von 5 Meter ohne Einbezug auf den Verkürzungsfaktor zurechtgeschnitten, da diese Antenne in sich nicht resonant ist, doch aufgrund des 1:9 UNUN`s auf eine Resonanz gebracht werden kann. Grundsätzlich sollte die Antenne richtigerweise Impedanztransformierter Dipol heissen, wir belassen es aber der Einfachheit und besseren Verständlichkeit bei Magnetic Dipol. |
Der Baubeschrieb:
| Als erstes wird der 1:9 UNUN (
Impedanztransformator) aufgebaut. Man bediene sich der hier auf der QRP
Seite veröffentlichten Baubeschreibung eines UNUN`s. Es ist wichtig, dass
man am Gehäuse des UNUN`s zwei Anschlüsse vorsieht, da ja die Antenne
wie ein Dipol wirken soll. Ein Ausgang ist ja schon gegeben, nämlich
derjenige, welcher von der SO- 239 PL Buchse an der Seele befestigt ist.
Den anderen Ausgang konstruiert man so, indem von der Masse der SO- 239 PL
Buchse ein Stück Verdrahtungslitze anbringt und mit dem zweiten Ausgang
verbindet. So ist die Funktion der Antenne gewährleistet und sie kann so
ohne Gegengewicht betrieben werden, im Gegensatz zu einer Longwire
Antenne, welche ohne Gegengewicht nicht auskommt. Nach erfolgtem
Aufbau des 1:9 UNUN`s schneidet man sich aus UV beständiger ummantelter
2.5mm Kupferlitze zwei Stücke von je 5 Meter oder je nach Platzbedarf
auch längere zurecht, und schliesst diese zwei Stücke gegen
Zugsentlastung....genau so wie es auf den folgenden Bildern der fertigen
Antenne zu sehen ist, an. So wird ein Reissen der Antennendrähte
vermieden. Wenn diese Arbeit erledigt ist, so werden an den Enden der
Drahtantenne noch Endisolatoren aus Hartkunststoff oder Porzellan
angebracht. Man kann sich diese Endisolatoren auch bequem aus
Acryllglas selber herstellen. Nun kann die Antenne aufgehängt werden und
Wolfgang und ich wünschen viel Spass beim experimentieren damit.
Resultate aus Experimenten nehme ich gerne unter
hb9dqj@tele2.ch
entgegen und werde diese
selbstverständlich auch an den Projektleiter Wolfgang 13EG86
weiterleiten.
Was zum praktischen Betrieb zu sagen wäre, ist folgendes: Da die Antenne in sich nicht resonant ist, muss sie mit einem automatischen oder manuellen Antennentuner betrieben werden. Dies ist im Sende- wie auch Empfangsbetrieb der Fall. Im Empfangsbetrieb (Gilt für SWL) bediene man sich eines manuellen Tuners. Man sucht sich mit dem Induktator das stärkstmöglichste Signal auf dem zu verwendenden Bandes und stimmt dann fein mit den Kapazitäten Transmitter und Antenna nach. Dies ist für Empfangsbetrieb ausreichend und bringt dem SWL auch so schon wunderbare Resultate. Anschliessend noch eine kurze Materialliste. Das Material kann bis auf die Ringkerne und Endisolatoren nötigenfalls auch im Baumarkr erstanden werden Materialliste:
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Bilder der fertigen Antenne:
Zur grösseren Ansicht einfach mit Maus das Bild anklicken
| Hier wird wunderbar gezeigt wie die Antenne schön zugsentlastet montiert wurde. | Die fertig gebaute Antenne kurz vor dem Aufhängen im freien Gelände. Man beachte auch die Montage der Endisolatoren | Schöne Detaillösung von Wolfgang, wie die Ausgänge der Antennendrähte gelöst wurde, ebenfalls der sehr saubere Aufbau des 1:9 UNUN | Die fertig gebaute Antenne ist aufgehängt und erfreut den Operator beim guten Signalempfan |
Kapitel 11.
Der Bazooka Koaxdipol
Einleitung:
| Es war am 28.09.2007,
da hatte ich mit G4XFC Ian ein schönes ausgiebiges QSO in CW/QRP
gearbeitet. Aufgemerkt hatte ich, als mir Ian seinen Stationsbeschrieb
durchgab und vor allem als er als Antenne einen Bazooka Dipol nannte. Ich
konnte mir auf diesen Beschrieb nichts erklären und so wurde
rückgefragt, wie denn so eine Bazooka gebaut werde. Ian erklärte mir,
dass diese aus Koaxialkabel RG- 58 gebaut wurde und beschrieb mir auch in
ungefähr, wie man vorgehen musste. Nun....ich hab mich mal schlau gemacht
und schnell mal den Rothammel hervorgeholt. Doch leider fand ich in der
grossen Antennenbibel nichts dergleichen und musste mich demzufolge im
Internet durchschlagen, wo ich dann auch fündig wurde. Ich finde diese
Art von Antenne sehr genial und dachte mir, hier eine kleine
Veröffentlichung darüber zu machen. Leider weiss ich bis jetzt nicht,
wer der Erfinder dieser Antenne ist. Vielleicht kann mir ja einer meiner
Besucher dieser Webseite weiterhelfen. Auf eine E- Mail unter hb9dqj@tele2.ch
freue ich mich sehr auf jeden Hinweis.
Der Beschrieb: Die Bazooka Dipol eignet sich vorzüglich als Portabelantenne, bei genügender Abdichtung beim Aufbau, lässt sie sich aber auch als Feststationsantenne verwenden. Gegen verschiedene Umwelteinflüsse verhält sich die Antenne neutral. Bazooka Antennen sind sehr breitbandig und können auch ohne Tuner oder Matchbox betrieben werden, dies....weil man die genaue Resonanzfrequenz errechnet, auf welcher die Antenne auch betrieben werden soll. Nachteil der Bazooka Antenne ist, dass sie nur als Monobander betrieben werden kann. Die Bazooka Antenne ist eine reine Koaxialantenne und wird vorwiegend aus RG- 58 gebaut. Es gab aber auch schon Amateure, welche diese Antenne mit dem dünneren RG- 174 aufgebaut hatten. Resultate liegen bis dato nicht vor. Es sei jedem, welcher gerne experimentiert, selbst überlassen, mit welchem Koaxialkabel er diese Antenne aufbauen will. Ob sie mit dem dünneren Kabel die gleiche Funktion wie mit dem RG- 58 hat....ob sie breit- oder schmalbandiger wird????? Das überlasse ich jedem selbst. Ich wünsche viel Spass beim Nachbau und Betrieb dieser Antenne Der Aufbau: Bild 1 zeigz den Aufbau dieser Koaxialantenne. Die Antenne kann als gestreckter Dipol oder aber als Invertet- Vee betrieben werden. Es ist anzumerken, dass bei Invertet- Vee die Schenkelspreitzung 45 Grad Winkel nicht unterschreiten sollte
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| Formeln/
Berechnungsbeispiel
Legende: Lges = Antennengesamtlänge in Meter Lk = Länge Koaxialelement in Meter La = Länge der Antenne bis zum Koaaxialelement in Meter ( 142.5 und 49.5 sind gegebene Werte mit welchen man rechnen muss)
Lges = 142.5 : f (MHz) Lk= 49.5 : f ( MHz) La = ( Lges - 2x Lk) : 2
Rechnungsbeispiel für eine 40 Meter Band Bazooka Lges = 142.5 : 7.025 MHz = 20.284 m Lk = 49.5 : 7.025 MHz = 7.046 m La = ( 20.284m - 2x 7.049) : 2 = 3.096 m
Der praktische Aufbau: 1. RG- 58 ( oder RG-- 174) auf die berechneten Längen zuschneiden 2. Für La vom Ende der Antenne her berechneter Wert abmessen und mit einem scharfen Messe den äusseren Kunststoffmantel wie auch das Schirmgeflecht wegschneiden. Vorsicht......die weisse Kunststoffummantelung der Koaxseele nicht verletzen und schon gar nicht entfernen. 3. Beim Übergang von La auf Lk ein wenig Kupferleiterummantelung der Seele enfernen bis die blanke Litze sichtbar wird. Daraufhin verlötet man das Massegeflecht von Lk mit der freigelegten Litze von La. 4. In der Mitte der Antenne liegt der Speisepunkt wie auf Bild 1 ersichtlich ist. Ich überlasse es jedem selbst, wie er dieses Detail lösen will. Einige werden sicher den Speisepunkt in einem Gehäuse mit einer SO- 239 PL Buchse als Anschluss für das Speisekabel wählen. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. Detailansicht zur Lösung des Speisepunktanschlusses
5. An den Enden der Antenne können nun zur Aufhängung der Antenne Endisolatoren aus Porzellan oder Kunststoff angebracht werden. Am Gehäuse des Speisepunktes empfehle ich auf der Oberseite des Gehäuses eine M6 Ringschraube zu befestigen, damit die Antenne schön aufgezogen und aufgehängt werden kann. 6. Übergänge und Einspeisung, sofern die Einspeisung nicht über ein Gehäuse erfolgt, können mit Kunststoffröhrchen und Heissleim oder Kunstharz ausgegossen und so sauber abgedichtet werden Nun wünsche ich ihnen viel Spass beim Bau und Experimenten mit dieser Antenne und es würde mich freuen, wenn auch mal jemand über seine Erfolge und Resultate mit dieser Antenne oder einer Bauversion dieser Antenne mit RG- 174 berichten würde. Meine E- Mailadresse ist in diesem Bericht bereits eingefügt. Best 73 es gl de HB9DQJ Markus |
Kapitel 12.
Die Allband Sloping Vertical
Ein Homebrew Projekt von HB9DQJ Markus
| Die Allband Sloping Vertical ist eine für meine Antennenverhältnisse "Not macht erfinderisch" Antenne, welche ich als letzte Lösung fand. Da ich in einem grossen Mietshaus im vierten Stock wohne und die Hausverwaltung dagegen ist eine Antenne auf dem Dach oben errichten zu dürfen, musste mal wieder mit Kompromissen gearbeitet werden. Durch Zufall fand ich auf dem Internet die Webseite von HB9CHB, welcher wie mir scheint, in ähnlichen Verhältnissen wohnt wie ich. Er benutzt einen Spiethmast und spannt so mit etwas Draht welcher an einem Smarttuner befestigt ist ein liegendes "V" auf und arbeitet so auf KW. Ist er fertig mit funken so kann die ganze Konstruktion eingefahren werden und niemand sieht mehr was davon. So habe auch ich angefangen und mit 14.5 Meter Draht , einem 1:9 Eigenbau UNUN und einem Spiethmast wurde auch so eine Antenne errichtet welche schnell aufgestellt und auch wieder schnell eingefahren ist. Zudem lieferte mir diese Konstruktion sehr gute Resultate auf allen Bändern von 80 bis 10m und ich war fürs erste zufrieden. Mit der Zeit wurde es mir aber zu blöd immer vor dem Funkbetrieb zuerst das ganze Prozedere mit Ausfahren des Mastes usw. durchzuführen. So wurde einmal der ganze Draht genommen, mit einem kleinen Gewicht am Ende versehen und einfach über den Balkon hinausgeschmissen. Das ging deshalb so gut weil ich im vierten Stock wohne. Schnell an den TRX gesessen und auf irgend einem brauchbaren Band die Antenne abgestimmt. Das ging ganz gut und als ich damit den ersten Amerikaner arbeiten konnte, war auch der Gedanke gereift, dass ich es mit dem herunterhängenden Draht so belassen möchte. So wurde ein Endisolator befestigt und der Draht an einem Bäumchen, welches unten steht befestigt. Als dann gegen Herbst das 80m Band wieder aktuell wurde, merkte ich, dass die Antenne auf diesem Band sehr schmalbandig wirkte. Wie könnte man diesem Problem entgegenwirken war meine Frage? Der Gedanke kam sofort, es muss eine Spule reingebaut werden. Es wurde eine Fantasiespule gemacht. Ich wickelte ohne gross zu rechnen mal ein Stück Kupferlackdraht von 0.8mm satt auf ein Stück Kabeleinzugsrohr im Durchmesser von 2.5cm. Diese Spule wurde in eine Fotofilmdose eingebaut. Der Antennendraht wurde bei 1.80m vom Speisepunkt weg aufgeschnitten und die Spule konnte nun dort eingelötet werden. Wie es der Zufall wollte hatte ich es getroffen. Die Antenne ist nun schön breit geworden, ich muss sie im ganzen CW Bereich von 80m überhaupt nicht mehr nachstimmen, somit war dieses Ziel erreicht ohne grosse mathematische Kunststücke zu vollbringen. Etwas später wurde auch noch das Gegengewicht dieser Antenne verbessert, es wurden Radials im Schlafzimmer den Wänden nach verlegt, sowie die Zentralheizung im Schlafzimmer damit verbunden. Die Antenne ist DX tauglich. Es wurden schöne Verbindungen nach Afrika, Karibik, Südamerika und USA sowie Europa getätigt. Das Highlight war, dass ich mit 5 Watt QRP in CW "VU7RG" welche auf den Andamanen Inseln QRV waren, arbeiten konnte und das erst noch auf 80m . Ich konnte das fast nicht glauben, aber als ich dann einige Zeit später die QSL Karte in den Händen hielt, hatte ich sehr grosse Freude, dies mit so einer einfachen Konstruktion geschafft zu haben. |
Situationsplan der Sloping Vertical
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| Es soll im Sinne hier aufgezeigt
werden, dass es auch mit sehr einfachen Mitteln geht, und dass man damit
auch Erfolg haben kann. Bis dato hat sich weder eine Hausverwaltung noch
irgend welche Mitbewohner des Hauses über diese Antenne beschwehrt. Sie
ist sehr unauffällig da sie zwischen Bäumen heruntergehängt ist. Seit
bei uns in Bern das 6m Band dank Abschaltung des TV Kanal 2 auf dem
Bantiger Sendeturm brauchbar wurde, arbeite ich mit dieser Antenne auch
erfolgreich auf 50MHz und kann auch da bereits schöne Erfolge
verzeichnen. So wurde eine Vertikal geboren, welche für alle Bänder von
80 bis 6m brauchbar ist. Da diese Vertical in einem Winkel von 65 Grad
heruntergespannt ist, wurde diese Antenne "Sloping Vertical"
getauft. Den Namen fand ich im Rothammel Antennenbuch, welches eine
ähnliche Konstruktion beinhaltet.
Der Materialaufwand, diese Antenne zu bauen ist sehr gering. Es braucht 14.5m T- Litze oder hochwertige Antennenlitze, einen 1:9 UNUN welchen man selber bauen kann ( Bauanleitung dazu auf meiner QRP Seite hier), ein Spulenkörper aus Kunststoff von 2.5cm. Durchmesser, 2m Kupferlackdraht im Durchmesser von 0.8mm, eine Fotofilmdose um die Spule darin einzubauen, einen Endisolator aus Porzellan oder Eigenbau und eine Kastenklemme. Mit diesen paar Bauteilen kann die Sloping Vertical gebaut werden. Man achte auf gutes Gegegewicht. Je besser das Gegengewicht umso besser auch der Wirkungsgrad. |
Kapitel 13.
Die Stabantenne
Etwas Theorie über die Entstehung der Groundplaneantenne. Zum Lesen klicken sie einfach auf das untenstehende Bild. Viel Spass.
Kapitel 14.
Die Slim- Jim Antenne für UKW Betrieb
Ein interessantes und effizientes Feierabendprojekt welches ohne grossen Aufwand zu bauen ist. Gekannt habe ich diese Antennenform schon lange aber realisiert wurde das Projekt von mir am 28.01.2010. Wie kam es dazu? Da ich 2m/70cm Betrieb praktisch nur über Relais tätige habe ich auch keine grosse UKWAntennenanlage. Bis anhin reichte ein einfacher Vertikalstrahler welchen ich in einer Ecke meines Shack`s aufgestellt hatte völlig aus. Plötzlich aber wollte die Antenne nicht mehr so richtig und so musste eine andere Lösung her. Dank meines Geistesblitzes bei welchem mir eben der Name "Slim Jim" wieder in den Sinn kam sah ich mal in meinen Antennenunterlagen nach und fand eine Bauanleitung für dieses Projekt. Sehen sie selber, es ist wirklich recht einfach diese Antenne zu bauen. Sie eignet sich sehr gut für stationären wie auch Portabelbetrieb. Ohne grossen Aufwand kann diese Antenne irgendwo aufgehängt werden und los gehts mit Funkbetrieb.
Die Bauanleitung der Slim Jim fürs 2m Band

Der Bericht wird weitergeführt: