Antennenprojekte     Antennenbau              
Bauprojekte von Antennen und Balun`s

 

Kapitel 1.

Antennenbau Praxis und Theorie

Theorie über Drahtantennen von Max Rüegger HB9ACC

Will man sich intensiv mit Antennenbau beschäftigen, kommt man halt um etwas Theorie nicht herum. Max Rüegger HB9ACC hat in verdankenswerter und grosser Arbeit dieses Praktikum für Kurzwellen Drahtantennen geschaffen. Es soll vor allem den Anfängern im Antennenbau die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermitteln, welche sehr hilfreich im Antennenbau sein können. Aber auch dem routinierte Antennenspezialisten soll dieses Praktikum eine Hilfe sein und Vorschläge und Anregungen zum erfolgreichen Antennenbau vermitteln. Ich wünsche ihnen viel Spass bei der Durchsicht dieses sehr schön gestalteten Berichtes.
Theorie über Drahtantennen 1
 Theorie über Drahtantennen 2

Infos zum Einsatz der verschiedensten Balun`s

Unsymetrisch auf Symetrisch 

Unsymetrisch/Unsymetrisch 

Balun Unsymetrisch auf Symetrisch

1:1 Balun: Ausgelegt für 50 Ohm Bei Fehlanpassungen wird der Balun belastet und kann bei Verwendung von Ferriten in die Sättigung gehen. Störungen sind die Folge und der Kern kann seine Eigenschaften ändern resp. bei Überlastung zerstört werden.

1:2 Balun: 100 auf 50 Ohm. Dieser Balun ist geeignet für die Anpassung an Loop- Antennen.

1:4 Balun: 125 auf 50 Ohm. Dieser Balun ist geeignet für die Ankopplung an Mehrelementigen Beamantennen.

1:6 Balun: 300 auf 50 Ohm. Dieser Balun eignet sich für die Anpassung an asymetrisch gespeiste Dipole wie Windom Antennen (FD-4) sowie G5RV und Doppelzeppantennen. Der Balun wird bei Windom- und G5RV Antennen direkt integriert. Bei Doppelzepp Antennen usw. bei Verwendung einer symetrischen Speiseleitung ( Feeder- oder Hühnerleiter ) wird der Balun vor Einführung des Kabels in ein Gebäude positioniert. Man beachte, dass Feeder- oder Hühnerleiterspeiseleitungen immer freihängend zum Gebäude hingezogen werden.

1:9 Balun: 450 auf 50 Ohm zur Kopplung an symetrische Speiseleitungen ( Feederkabel Wireman ).

1:9 UNUN: Unsymetrisch auf unsymetrisch für div. endgespeiste Langdrahtantennen, GP`s, Verticals usw.

1:16 UNUN: Dito oben.

Antennenanpassung

Eine kleine Einführung zum Thema Antennenanpassung von DJ9CS. Zum weiterlesen klicken sie einfach auf das untenstehende Startbild. Viel Spass.

Kapitel 2.

 

           7 Band Vertical Urlaubsantenne

                                                                                       Nach Karsten Koch DL8LBK

 

In einer Funkamateurzeitschrift bin ich auf dieses interessante Bauprojekt gestossen. auf dem drauffolgenden Besuch der HAM- Radio in Friedrichshafen wurden dann die Bauteile beschafft und am nächsten Tag bereits konnte das Projekt in Angriff genommen werden. Die Antenne besitzt einen optimalen Wirkungsgrad. Der Bandwechsel gestaltet sich sehr einfach, ohne variablen Bauteile wie Spulen, Drehkondensatoren und ohne die Antenne stehts umbauen zu müssen. Das Projekt ist sehr Preiswert, die Bauteile finden sich fast in jeder Bastelkiste oder sind leicht zu beschaffen. Die Antenne findet fast auf jedem Hotelbalkon Platz und ist mit Hilfe eines Spiethmastes sehr schnell einsatzbereit. Viel Spass beim realisieren und ausprobieren dieses Portabelantennenprojektes

  Alle fertigen Teile auf einen Blick                                                                                

                       

 

Der Aufbau der Antenne

Die Antenne besteht wie man sieht nur aus Draht und Koaxialstücken. Die Antenne kann als Half- Slooper irgendwo in einem Baum oder aber mit Hilfe eines Spiethmastes aufgebaut werden. Dies muss aber so geschehen, dass die 9.40 Meter Draht so aufgehängt werden, dass der Speisepunkt     ( Eine SO 239 PL Buchse mit angelöteten Bananenbuchsen ) noch erreichbar sind. Je nach Band wird nun das entsprechende Koaxialkabelstück angeschlossen und mit einem PL- Stück verbunden. Der passende Stub ( in nachfolgendem Bild ersichtlich ) kommt ebenfalls an das T- Stück und über ein Speisekabel ( RG- 58 ) beliebiger Länge geht es weiter zum Transceiver. Zum Bandwechsel muss der Mast nicht mehr eingefahren werden. Koaxialstück und Stub tauschen........Fertig.

Für 15- und 40m entfallen Stub und T- Stück. Hier liegt Lamda3/4, resp. Lambda/4 Anpassung vor.Dafür bedarf es jedoch eines zweiten 9.40 Meter langen Schenkels welcher als Radial auszulegen ist, es sei denn, man verwendet den 7 Meter langen Strahler für 15m und die Koaxialtransformation. Die Antenne arbeitet dann als Dipol. Ich empfehle sofern es möglich ist, noch weitere Radials auszulegen, der Wirkungsgrad wird dann um ein vielfaches besser. Nach der unten abgebildeten Stückliste kann die Antenne nun gebaut werden. Es ist auf peinlich genaues Arbeiten beim Bauen zu achten. Wie genauer gearbeitet wird, umso besser wird die Antenne funktionieren.

 

Antennenanpassung/Prinzip/Verluste

Anpassung: Die Anpassung kann mit einem guten Tuner erfolgen, aber wer nimmt schon gerne viele Geräte mit in den Urlaub. Es ist ein altes Gesetz, dass der Tuner zur besten Anpassung der Antenne am Fusspunkt derselben angeschlossen werden muss. Dies ist sehr wichtig, denn....ist der Tuner am Funkgerät angeschlossen sieht er stets das Gesamtgebilde Antenne/Speiseleitung an seiner Ausgangsbuchse. Im untenstehenden Bild sehen sie die Theorie der koaxialen Stichleitung, welche für diese Antenne verwendet wird.
Prinzip: Die physikalischen Eigenschaften der Antenne sind folgende: etwa 9.40 Meter Draht entsprechen in etwa Lambda/1 für 10m, Lambda/2 für 20m, Lambda 3/4 für 15m, Lambda 5/8 für 17m und Lambda/4 für 40m. Daher genügt ein Strahler, um auf 5 Bänder QRV zu werden. Alternativ kann man auch einen zweiten Strahler von 7 Meter Draht einsetzen. Diese Länge entspricht Lambda 5/8 für 12m, Lambda/2 für 15m und Lamda/4 für 30 Meter. Die Anpassung erfolgt mittels unsymetrischer Stichleitungenfür die Strahler   n. mal Lambda/2 und für Lambda 5/8. Diese Form der Anpassung ist auch unter Lambda/4 Stichleitung oder Matching Stub bekannt. Da am offenen Ende einer endgespeisten Antenne der Länge Lambda/2 ein Spannungsmaximum auftritt, muss auch der Speisepunkt hochohmig sein. Es gilt nun, den sehr hochohmigen Speisepunkt auf die benötigten 50 Ohm zu transformieren. Im Rothammel findet sich dazu ein Diagramm, aus dem sich Angaben für die Längen der Koaxialstücke in Abhängigkeit von der Welligkeit ablesen lassen. Für eine Welligkeit von  s = 20 die wir bei unserem Speisepunkt annehmen dürfen, ergeben sich unter Berücksichtigung des Verkürzungsfaktors V die folgenden Längen:  Koaxialstück C = V . 0.216 Lambda und Stub   B = V. 0.034 Lambda. Der Verkürzungsfaktor V des Koaxialkabels hängt vom Dielektrikum ab und beläuft sich bei Kabeln mit Voll- Polyäthylen wie bei RG- 58 RG- 213 usw. auf  V= 0.66. Im untenstehenden Bild ist die koaxiale Stichleitung in der Praxis abgebildet. Stub und Koaxialleitung wurden mit:  B und C bezeichnet. Ein wichtiger Hinweis: Eine Feinabstimmung sollte am Stub und/oder am Koaxialstück erfolgen, es sind jedoch auch die anderen Bänder beim Feinabstimmen im Auge zu behalten.

Verluste: Leider sind Verluste im Koaxial- Transformator nicht zu vermeiden. Diese liegen gemäss Berechnungen bei Frequenzen von 14 MHz. und höher um 1 dB. Dies ist aber absolut vertretbar. Es sei einem jeden selbst überlassen, ob durch experimentieren mit hochohmigeren oder verlustarmen Koaxkabeln die Verluste eingeschränkt werden können. Günstigere Werte ergeben sich für RG-59,    ( 75 Ohm ) RG- 62  ( 93 Ohm ) bzw. RG- 213  ( 50 Ohm ). Auch Aircell  ( 50 Ohm) bei  V = 0.83 ist ein Versuch wert. Es erfordert aber andere Stecker. Wichtig ist, dass für beide Transformationselemente immer derselbe Kabeltyp Verwendung findet.      

Fazit: Kein Mast ein- und auszufahren bei QSY, dies ist nur beim Umbau auf den 7 Meter Strahler notwendig. Schneller Bandwechsel durch einfaches Umstecken am Speisepunkt. Problemloser Einsatz bei 100 Watt Sendeleistung ohne aufwendige Matchbox. Preisgünstige Herstellung und geringer Platzbedarf für die Antenne im Gepäck. Fullsize Antenne ohne Trap`s oder Verlängerungsspulen. Flacher Abstrahlwinkel bei vertikaler Aufhängung und entsprechender Umgebung. Auf Abspannpunkte kann bei Einsatz eines Spiethmastes verzichtet werden. Betrieb auf 20, 15, 10m ohne Gegengewicht. Die Antenne ist Wetterunempfindlich. Geringes Gewicht von etwa 1.5 Kg. inkl. Speiseleitung. Herstellungszeit zwischen 60 und 120 Minuten ( je nach Geschick ).

 

Kapitel 3.

 

Mehrband Portabelantenne für 40, 20, 15, 10 Meter

Nach Eckart K.W. Moltrecht DJ4UF

Urlaubs oder Portabelzeit? Kein Problem.....auch hier in diesem Kapitel möchte ich ihnen gerne eine Antenne aufzeigen, welche mit sehr geringem Aufwand zu bauen ist. Die Bauteile dafür sind problemlos im Baumarkr erhältlich, lediglich eine SO 239- PL Buchse müsste im Fachgeschäft besorgt werden, es sei denn man hat so eine Vierlochflansch Buchse in der Bastelkiste. Dazu empfehle ich für die Enden zum abspannen zwei Porzellaneier oder aber man baut sich diese Endisolatoren selber aus Akrylglas, welches ebenfalls im Baumarkt in verschiedenen Dicken besorgt werden kann. Das ganze Antennenprojekt wird mittengespiesen und an einem Fiberglasmast von Walter Spieth oder einer grossen Angelrute aufgebaut und als Invertet Vee betrieben. Selbstverständlich kann die Antenne auch als horizontaler Dipol aufgehängt werden, jedoch ist bei dieser Aufhängungsart nur noch Monobandbetrieb machbar, es sei denn....man scheue den Aufwand nicht, die Antenne jedesmal bei Bandwechsel herunterzulassen um mittels der eingebauten Lüsterklemmen die Bandwechsel vorzunehmen

Aufbau der Antenne:

Der Aufbau der Antenne gestaltet sich recht einfach wie sie auf dem folgenden Bauplan entnehmen können. Fangen wir mit der Speisung an. Gespiesen wird die Antenne in der Mitte mit einer SO-399 PL Buchse. Wollen wir etwas Wetterfestes machen kann diese SO- 239 PL Buchse auch an einer Elektroverteilerbuchse angeschschraubt werden. Vorteil dieser Anschlussmöglichkeit ist die....dass man zusätzlich am Gehäuse oben und Seitwärts Ringschrauben anbringen kann, an welchen dann die beiden Schenkel mittels Zugentlastung angeschlossen werden können. Den einen Draht führen wir auf die Seele der SO- 239 PL Buchse, den anderen auf die Masse der PL Buchse. Im Gehäuse kann dies mit Verkabelung sauber vorgenommen werden. Die Grundlänge der Antenne wird auf das 10 Meter Band also das kürzeste Band welches damit gearbeitet werden kann bemessen. Für die weiteren Bänder werden ganz einfach weitere bemessene Drahtstücke angeschlossen. Genaue Details werden nachfolgend in Bildern dargestellt. Mit dieser Anleitung kann eine einfache Multiband Antenne realisiert werden mit dem grossen Nachteil, dass.....jedesmal wenn man Bandwechsel vornimmt halt auch die Antenne wieder heruntergelassen werden muss. Ich wünsche viel Spass beim Nachbau dieses Projektes.

Details entnehmen sie bitte in den nachfolgenden Bildern.

Detailzeichnungen und Anschlussmöglichkeiten der Multiband Portabelantenne.

Anstelle der SO-239 PL Buchse kann auch ein Anschluss wie derjenige nebendran realisiert werden. Im Gehäuse drinn werden die seitl. Anschlüsse wie oben beschrieben auf die SO- 239 PL Buchse angeschlossen.

 

Kapitel 4.

 

Die G5RV Multibanddipol Antenne

Kürzlich hatte ich mal die Gelegenheit, dank eines Funkfreundes eine einfache G5RV ausgiebig im Feld zu testen. Ich war von dieser Antenne dermassen begeistert, dass ich noch am gleichen Tag beschloss, mir so eine G5RV aufzubauen. Ursprünglich wurde die Antenne vom englischen Funkamateur G5RV für das 20 Meter Band entwickelt. Durch zahlreiche Versuche durch andere Funkamateure stellte man fest, dass die Antenne auch auf den anderen Bändern vorzüglich spielt, gesetzten Falles, dass die Antenne dementsprechend gebaut wird. Durch den niederohmigen Speisepunkt ( symetrisch auf unsymetrisch ) ist die Antenne praktisch Mantelstromfrei und demzufolge sind auch die Störungen sehr gering. Zur Anpassung dieser Antenne erfordert es einen einfachen Antennentuner, ja sogar  automatische Antennentuner, welche in den morderneren Geräten eingebaut werden, sind schon mehr als ausreichend. Ich habe sogar festgestellt, dass es an derjenigen G5RV welche ich kürzlich testen durfte sogar ohne Tuner ging bei einem SWR von 1:1,5 auf 40 und 20 Meter.

hProfessionell angefertigte G5RV

Der Aufbau der G5RV

G5RV Antennen können in verschiedenen Versionen und Längen je nach Platzbedarf eines jeden einzelnen gebaut werden. G5RV Antennen werden in der Regel ohne Balun aufgebaut, es kann aber durchaus ein 1:1 Balun von symetrisch auf unsymetrisch angeschlossen werden. Sehen sie dazu die unten aufgeführten Massangaben.

Antennenbezeichnung Bänder Gesamtlänge der Antenne Länge des Feederkabels 450Ohm Balun 1:1 Mit/Ohne
G5RV 6 Band 160 bis 10 Meter 63  Meter 19.50 Meter Ohne
G5RV 5 Band   80 bis 10 Meter 31  Meter   9.50 Meter Ohne
G5RV 4 Band   40 bis 10 Meter 16  Meter   4.80 Meter Ohne
G5RV 3 Band   20 bis 10 Meter 8.1 Meter   2.60 Meter Ohne

 

Praktischer Aufbau der G5RV Antenne wie ich sie gebaut hatte:

Materialaufwand:

Material: Menge/Länge
Akrylglasplatte gefräst und gebohrt 1 Stk. 8 x 8cm.
Antennenlitze 2 Stk. von je 8 Meter Länge
Feederkabel 450 Ohm 1 Stk. von 4.80 Meter Länge
Bananenstecker 2 Stk.
Bananenstecker Buchsen 2 Stk.
Kleine Elektroverteilerbuchse oder Fotofilmdose 1 Stk
SO- 239 PL Buchse 1 Stk.
Porzellanisolier Eier 2 Stk.
Seilkauschen 2 Stk.

Zuerst wird aus 0.5 mm dickem Akrylglas eine Platte von ungefähr 8 x 8 cm. ausgefräst. diese Platte dient zur Aufhängung der Antenne am Mast sowie zum Anschluss der Antennendrähte ans Feederkabel. Oben bohrt man in der Mitte zwei Löcher von 0.5 mm im Durchmesser in die Platte und in der Mitte der Platte werden drei Löcher rechts und links je nach Stärke der Antennendrähte, welche sie verwenden wollen gebohrt. Diese dienen der Zugsentlastung und der Montage der Antennendrähte an das Feederkabel. Es sei aber jedem einzelnen überlassen wie er dieses Detail lösen möchte, ob mit einer Akryl- oder Bakelitplatte oder anderen Lösungen. An den Enden der Antennendrähte werden zwei Porzellanisoliereier mittels zwei Seilkauschen angebracht.

An die Drähte auf  dem Mittenanschluss habe ich zwei Bananenstecker angebracht. Dann wurde das Feederkabel auf exakt 4.80 Meter abgemessen- und geschnitten. Am oberen Ende des Feederkabels wurden zwei Bananensteckerbuchsen angebracht. So kann das Feederkabel bequem mit den Antennendrähten gekoppelt werden. Auch hier überlasse ich jedem einzelnen seine Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten. Am unteren Ende des Feederkabels  wird eine kleine Elektroverteilerbuchse an welcher eine SO- 239 PL Buchse montiert wurde angebracht. Oben an der Verteilerbuchse wird das Feederkabel eingeführt und an der SO- 239 PL Buchse montiert. Ein Ende auf die Seele- das andere Ende an die Masse der PL Buchse. Nimmt man eine Fotofilmdose, so montiert man im oberen Drittel derselben zwei Ringschrauben. An diese Ringschrauben wird links und rechts das Feederkabel angeschlossen. Von den Ringschrauben weg im inneren der Filmdose schliesst man die Feederanschlüsse mit zwei isolierten Drahtstücken an die SO- 239 PL Buchse. Die Buchse wird wasserdicht im Filmdoseninneren mit Aloxylharz oder ähnlichem vergossen. An die PL Buchse kann nun beliebig langes Koaxialkabel angeschlossen werden. Ich wünsche viel Spass und Erfolg beim Nachbauen und experimentieren mit dieser tollen Multibandantenne.

 

Stromverteilung/ Strahldiagramme der G5RV

Stromverlauf der G5RV mit EZNEC berechnet Grafik des Stehwellenverlaufs auf der G5RV

 Grafik des Spannungsverlaufs auf der G5RV und Feederleitung Abstrahldiagramme:  1. Bei Lambda/2    2. Bei Lambda/Ganz    3. Bei Lambda/ 3/2

 

Kapitel 5.

 

Die Lowband Four Leg Groundplane

Idee:

Meine Idee war es eine GP zu entwerfen, welche auf den Lowbändern 160, 80 und 40 Meter laufen soll. Das Projekt ist nicht neu, gibt es doch im Rothammel und anderen Antennenbüchern ähnliche Macharten von Groundplaneantennen. Der Unterschied zu meinem Experiment ist folgender, nämmlich......dass die Antenne gegen Masse mit einem 1:9 UNUN an der Mastspitze oben befestigt, betrieben wird.

Wie kann man sich diese Antenne vorstellen?

Die Antenne besteht aus 4 x 20 Meter langen Litzedrähten, welche am 1:9 UNUN oben gespiesen werden. Ein fünfter Draht von 20 Metern führt vom Massepunkt der Speisung am Mast herunter und bildet die Erdung. Der Mast soll eine Höhe von 13 Meter haben. Die Drähte werden in alle vier Himmelsrichtungen schräg nach unten gespannt und an den Enden ca- 2 Meter ab Boden befestigt. Ich habe die Antenne bereits mit EZNEC berechnet und möchte es ihnen nicht vorenthalten, diese Berechnungen zu zeigen.

Ziele:

Die Antenne soll eine flache Strahlung erhalten, denn sie soll auch für DX Verkehr eingesetzt werden können. EZNEC beweist in den Berechnungen genau meine Vorstellungen, welche ich in diese Antenne setze. EZNEC zeigt auch ganz schön die Stromverteilung über die einzelnen Antennendrähte. Gegenseitige Beeinflussung der vier Drähte ist nicht auszumachen, dies muss dann in den Praxistest`s ermittelt werden. Auf den oberen Bändern funktioniert die Antenne nicht so gut. Nach meinen Berechnungen mit EZNEC ergibt sich ab 20 Meter eine stark ausgeprägte Steilstrahlung. Für die oberen Bänder müsste die Antenne anders aufgebaut werden. Lassen sie mich nun die Grafik von den Berechnungen darlegen und aufzeigen. Die Antenne wird nun in absehbarer Zeit auch praktisch erprobt werden. Ihrre Meinung zu diesem Projekt interessiert mich sehr. Schreiben sie mir doch an untenstehende E- Mail Adresse.

 

hb9dqj@tele2.ch

 

Die Lowband Four Leg GP im Einsatz

Grafische Darstellung EZNEC Berechnungen der GP

Stromverteilung auf der GP. Ganz schön ist auch sichtbar wie die Erdungsleitung aktiv mitstrahlt.
EZNEC zeigt ganz eindrücklich die guten Abstrahlungsbedingungen über idealem Grund berechnet. Standort und Umgebungseinflüsse spielen in der Praxis eine sehr wichtige Rolle und können sich auf das Abstrahldiagramm auswirken. Praktische Versuche werden dies sicher bestätigen.

 

 

Kapitel 6.

Bau einer HB9CV Duoband Beam für 2m/70cm

Ansicht der Antenne als Bauplan

 

Massangaben der Duoband CV Beam 2m/70cm:

Boomlänge: 54.8 cm.

Umfang des  Boomträgers: 4 x 1.5 cm.

Für die 2 Meter Elemente:

Direktorstäbchen 1:      2 x 29 cm. Länge

Dipolstäbchen 1:           2 x 32.5cm. Länge

Reflektorstäbchen 2m/70cm.:  2 x 36.5cm. Länge

Für die 70cm. Elemente:

Direktorstäbchen 1:    2 x 9.0 cm. Länge

Dipolstäbchen 2:         2 x 11.5 cm. Länge

 

Direktor, Reflektor und Dipolstäbchen werden aus Aluniniumstäbchen von 6mm Querschnitt gebaut. Ich überlasse es einem jeden selber, wie er die Stäbchen bauen will. Einige ziehen es vor, die Elemente am Stück zu machen, andere wiederum teilen die Elemente auf und schneiden Gewinde hinein, damit die Antenne zerlegt und am Portabelstandort wieder zusammengesetzt werden kann. Der Fantasie eines jeden sei keine Grenzen gesetzt.

Vorbereitung des Boomträgers

Der Boom hat wie oben beschrieben eine Länge von 54.8cm. Länge und besteht aus einem Aluminium Vierkantrohr von 4 x 1.5cm. Auf der Skizze ersehen sie die genaue Bohreinteilung der Löcher für die Elemente. Ebenfalls ist ersichtlich, wo die SO- 239 PL Flanschbuchse zur Speisung der Antenne eingebaut wird. Des weiteren wird ein Aluminiumplättchen zurechtgeschnitten und zwar in der Grösse von 7.0 x 4.0cm. Grösse. Dicke des Plättchens ist 4mm. Dieses Plättchen dient zur Befestigung der Antenne an einem Masten. Zur Befestigung werden zwei Löcher in der Dicke von M5 Schrauben gebohrt. Aus einem Stück Gewindestange M5 wird ein U- Befestiger geformt, oder man hat von alten Antennen noch so was übrig.

 

Spezielles:

Laut Physik könnte diese Antenne technisch gesehen gar nicht funktionieren. Versuche von verschiedenen Operators haben dies bestätigt. HB9CV konstruierte ja ursprünglich diese Antenne als 2 Element Monoband Beam für UKW und KW. ( Interessantes darüber finden sie umfangreich im Rothammel Antennenbuch). Nun....durch verschiedene Versuche wurde man fündig.Die Antenne kann nur mit sogenannten Anpassleitungen, welche man sich bequem aus Koaxialkabel machen kann, betrieben werden. Pro Band wird eine Anpassleitung benötigt. Die Längenangaben der Anpassleitungen sind folgende:

2 Meter Band:     14cm. lang

70cm. Band:          3cm. Lang

Die beiden Kabelstücke werden exakt zugeschnitten und am einen Ende abisoliert. die Seele der beiden Kabel wird an der SO- 239 PL Buchse an die Seele der Buchse gelegt, und das Abschirmungsgeflecht der beiden Kabel wird verdrillt und verzinnt und an die Verdrahtung der Elemente angeschlossen. Die beiden Anpassungskabel können am Boom mit etwas Isolierband liegend befestigt werden

 

Die Verdrahtung der Elemente:

Dem Drahtdurchmesser entsprechend bohrt man, wie in den nachfolgenden Verdrahtungsplänen beschrieben,  Löcher in die Elemente, in welchen dann die Drähte fixiert werden. Bohren sie die Löcher durchgehend durch die Elemente und schieben die Drahtstücke hindurch. Mit Heissleim, Kunstharz oder transparentem Silikon, können sie die Anschlüsse etws versiegeln und abdichten.

Die Drähte sollten einen guten Zentimeter über dem Boom und den Elementen montiert werden, damit sie nicht zu nahe am Boom und den Elementen stehen. Der perfekte Antennenbauer bedient sich dessen, indem er Abstandhalter aus Kunsstoff bastelt oder kauft und diese auf dem Boom montiert. Mit einer Flachzange können die Drähte zu den Elementen schön gebogen und befestigt werden. Diese Verdrahtungen werden an der SO- 239 PL Buchse an Masse gelegt

 

Schema Verdrahtung 2 Meter Band                          Schema Verdrahtung 70cm. Band

 

Messdaten der Duoband CV Beam

 

 

Kapitel 7.

 

Die Sprungfeder Vertikal Antenne

Ein einfaches Antennenprojekt für Antennengeschädigte, sowie Portabelbetrieb

 

 

Bauanleitung und Beschrieb dieses Projektes

Die Idee habe ich von HB9CRO David erhalten. An einer ARDF Peilübung der USKA Sektion Bern, hatte er diese sehr einfach zu realisierende Antenne am Fuchssender im Betrieb. Ich wusste aber bis heute nicht, wie er die Einspeisung gelöst hatte, vermute aber....dass diese direkt an einem Tuner gegen Masse angepasst wurde. Die Peilübung fand übrigens auf dem 80 Meter Band statt.

Nun.......ich wollte dieses Projekt nachbauen, fand aber nirgends so eine Sprungfeder aus Stahl. Sämtliche Spielzeuggeschäfte in der Stadt Bern wurden abgeklappert, überall hatten sie wohl diese Federn, aber leider nur aus Kunststoff. So geriet das Projekt in Vergessenheit,bis.........Im Herbst 2006 ging ich mit meiner Familie an den Metzgermarkt in die Münstergasse nach Bern. Wir sassen dann noch in einem Cafè, um uns zu erfrischen. Gegenüber war ein neues Spielwarengeschäft eröffnet worden. Mein erster Gedanke, als ich diesen Laden sah, war...mal nachsehen, ob es vielleicht dort solche Federn aus Stahl hätte. Und es hatte.....ja, und das beste ist, man kann diese Dinger nachbestellen, falls es mal keine mehr hätte. Es wurde eine solche Feder gekauft und das Projekt konnte realisiert werden. Der Bau dieser Antenne ist eigentlich ganz einfach. Am oberen Ende der Feder wird ein kleiner Ringkabelschuh angelötet. Dieser dient zur Aufhängung am Spiethmast o.ä. Der Ring wird einfach oben am Mast aufgesetzt und der Mast wird so mitsamt der Feder ausgefahren.

Die Speisung hab ich folgendermassen gemacht. Auf ein Stück Ferritstab werden zwei verschiedenfarbige isolierte Verdrahtungslitzen zu 13 Windungen aufgewickelt. Diese Spule habe ich dann in eine Fotofilmdose, an welcher ich eine SO-239 PL Buchse angebracht hatte, eingebaut. Oben habe ich zum Antennenanschluss sowie für die Erdung noch zwei Ringschrauben montiert.

 

 

Kapitel 8.

 

Die Balcon Vee

Nach einer Idee von HB9CHB Martin aus Olten

Die Balcon Vee

Es braucht ja wirklich nicht viel um auch als Antennengeschädigter doch noch QRV werden zu können. Dies fand ich, als ich auf der Homepage von HB9CHB diese Idee einer einfachen Antenne, welche schnell aufgestellt und wieder weggeräumt werden kann. Den Gedanken an diese Antenne hatte ich schon bei der Wohnungsbesichtigung, da wie vielerorts auch hier der Vermieter keine Fixantenne duldet.  Es darf also keine feste Installation geben, die Antenne muss schnell auf- und wieder abgebaut werden können. Was braucht es dazu, um diese wirkungsvolle Antenne zu realisieren?

Material:

1 Stk. Spiethmast oder Angelrute mit einer Länge von mind. 8 Meter

1 Stk. 1:9 UNUN oder Smarttuner

1 Stk. Antennenlitze 0.2mm o.ä. sowie 2 Porzellanisolatoren o.ä

Bau der Antenne:

Kauf oder selbstständiger Aufbau eines 1:9 UNUN`s.  Je nach Möglichkeit oder Balkonbreite wird ein Drahtstück der Antennenlitze von 6- bis 20 Meter abgeschnitten. Der 1:9 UNUN wird am einen Ende des Balkons am Geländer befestigt. Über den Draht wird nun ein Porzellan Isolator geschoben. Am andern Ende des Drahtes wird ebenfalls ein Porzellan Isolator montiert und mit einem kleinen Karabinerhaken am Balkongeländer befestigt. Statt eines 1:9 UNUN`s kann selbstverständlich auch ein Smarttuner angebracht werden.

Betrieb der Antenne:

Ist nun alles vorbereitet so wird der Spiethmast oder die Angelrute mit dem kleinsten Teil ausgefahren. Den Porzellanisolator, welchen wir über den Draht geschoben hatten wird auf dem vordersten Teil des Spiethmastes aufgesteckt. Nun kann der ganze Mast ausgefahren werden und der Antennendraht bildet sich zu einem liegenden Vee aus. Es ist selbstverständlich, dass diese Antenne gegen Masse betrieben werden muss. Benutzen sie dazu alle Möglichkeiten auf ihrem Balkon um ein Gegengewicht zu realisieren. Ein gutes Drahtstück in der etwaigen Länge der Antenne wirkt sich schon recht gut aus. Ebenfalls muss das Anpassgerät gut geerdet sein. Meine Antenne misst in der Gesamtlänge 12 Meter. Sie lässt sich sehr gut von 80 bis 10m inkl. WARC Bänder betreiben. Wie höher der Balkon um so besser ist der Wirkungsgrad festzustellen, sie ging aber auch im untersten Balkon des Wohnhauses sehr gut. Das Gebilde ist DX tauglich, ja....sogar in QRP liessen sich sehr schöne DX nach Übersee und in die Karibik verwirklichen. Wenn der Funkbetrieb beendet ist, einfach Spiethmast wieder einziehen, Porzellanisolator vom Mast entfernen, Endisolator am andern Ende des Balkon`s lösen, Draht zusammenrollen.....fertig. Niemand wird ihnen etwas anlasten können, da keine Fixmontage. Aufwand zum Auf- Abbau weniger als 3 Minuten.

Viel Spass beim Betrieb

 

Kapitel 9.

Die Multiband Tecno Wire

Ein Interessantes Projekt zum Nachbauen

 

Die Idee, eine Langdrahtantenne so zu verkürzen, dass sie von 80 bis 10 Meter arbeitet, hatte ich mal in einer schlaflosen Nacht im Jahre 1997 gehabt. Es muss doch möglich sein, einen 20 Meter langen Draht gegen Masse gespiesen auf mehreren Bändern zu betreiben. Es wurden erste Versuche mit 20 Meter Antennenlitze und direkter Einspeisung mittels Koaxialkabel RG- 213 gemacht. Es wurden erheblich Mantelwellen festgestellt, welche TVI / BCI verursachten. Zudem liess sich die Antenne nur ab 20 Meter ( Fullsize) bis 10 Meter anpassen. Nun wurde versuchshalber ein 1:9 UNUN angeschlossen. Mit diesem Impedanztransformator waren schon merklich bessere Resultate zu erzielen und der Draht liess sich nun auch auf 40 Meter anpassen. Etwas später hatte ich mit einem Funkfreund eine angeregte Diskussion über dieses Antennengebilde und er meinte, ob es nicht ratsam wäre, eine Luftspule einzubauen, mit welcher dann der Draht fürs 80 Meter Band verlängert werden konnte. Ich fand eine Lösung, so eine Luftspule zu machen, wickelte mal 2 Meter isolierte 0.8mm im Querschnitt messende Kupferlitze auf einen 7cm. im Umfang messenden Körper. Die Spulenfeder wurde weggenommen und mit Kabelbindern rundherum versteift. Mit Hilfe meines Funkfreundes fanden wir einen Strombauch im hinteren Drittel dieser Antenne und dort wurde nun die Spule eingeschleift. Wie sich herausstellte, funktionierte nun dieser Draht auch auf 80 Meter. Nun gingen die Berechnungen der Antenne an. Mit Hilfe von HB9ACC Max wurde die Antenne mit EZNEC simuliert. Dabei sah ich, wenn man auf 80 Meter arbeitet, die Spule schön mitspielt. Der Drahtteil nach der Spule trägt eigentlich nicht mehr viel zur Abstrahlung bei. Also wurde die Antenne nochmals um 2 Meter gekürzt. Nun ist die Antenne 18 Meter lang geworden. Bei 13 Meter wurde der Draht aufgeschnitten und die Verlängerungsspule eingefügt. Mit dieser neuen Länge wurde wieder per EZNEC simuliert und die Werte die dabei herausgekommen sind möchte ich ihnen anhand einer PDF Datei präsentieren.gt

Es ist ganz klar zu sagen. Die Antenne muss gegen Masse mit einem Tuner betrieben werden. Aufgrund ihrer Kurzform sind die Resonanzpunkte jenseits von gut und böse, aber es waren beachtliche DX damit zu arbeiten, dank ihrer guten DX Eigenschaften. Aus diesem Grund habe ich diese Antenne "Multiband Tecno Wire" getauft, eben darum.......weil dieses Gebilde meiner Ansicht nach für mich ein technisches Wunder ist.eigentlich nicht mehr viel zur Abstrahlung bei

Bilder der ersten Multiband Tecno Wire vor dem praktischen Einsatz

Die erste Multiband Tecno Wire

Die Luftspule der Antenne 12.4 uH

 

Der Bauplan der Antenne:

Der Bau dieser Antenne gestaltet sich recht einfach und ist mit wenig Material und Aufwand sicher zu bewerkstelligen. Beginnen wollen wir mit dem Balun 1:1 welcher eigentlich recht einfach zu bauen ist. Man wende sich an die Antennenbuch Literatur. Andernseits kann auch ein Fabrikgefertigter Balun genommen werden, ich überlasse es jedem selber, wie er dies Handhaben möchte. Für die Antenne selbst kann man Antennenlitze, isoliertes Lautsprecherkabel, oder Klingeldraht verwendet werden. Es werden 18 Meter abgelängt und bei 13 Meter aufgeschnitten. Hier wird die Spule auf Zugentlastung ( siehe Bild oben)  eingebaut. Am Ende der Drahtantenne montiert man einen Endisolator aus Porzellan o.ä. Am andern Ende wird der Balun angebracht. Zur Erdung ist zu sagen, dass man auf genügend Gegengewicht achten sollte. Ist es nicht anders möglich, kann auch ein Gegengewicht in der gleichen Länge wie die Antenne angebracht werden. Besser ist es aber, indem man sich ein kleines Radialnetz auslegt. Die Radials können auf die einzelnen Bänder berechnet werden. Ich habe Versuche im Portabelbetrieb gemacht und da ging es auch schon ganz gut mir einem Stück Draht, welcher an einem Erdspiess angebracht wurde. Klar aber ist.....wie mehr Gegengewicht....umso besser.

Materialliste:

Balun1:1 Homemade oder gekauft
18 Meter Antennenlitze beliebiger Dicke
Isolierter einadriger Kupferdraht 0.8mm für die Spule
Kupferdraht 0.8 bis 0.20mm zum Erden und zum Bau der Radials
Endisolator aus Porzellan oder Homemade aus Akrillglas o.ä
Kastenseilklemme
Kabelbinder
Heissleim zur Abdichtung

Die Luftspule

Die Luftspule wie sie im Bild daneben sichtbar ist, kann mit wenig Aufwand selber gebaut werden. Es braucht lediglich ein Stück isolierte eindrahtige Kupferlitze von 0.8mm Dicke und 2.2 Meter Länge. Die Spule sollte etwa 7cm im Aussendurchmesser messen. Man sucht sich einen Wickelkörper, welcher etwa 7cm. im Umfang aufweist. Auf den Wickelkörper werden die 2.2 Meter Draht satt aneinanderliegend aufgewickelt. Die sich dadurch ergebene Feder wird vom Spulenkörper entfernt und mit Kabelbindern wird diese Feder zusammengebunden und versteift. Man beachte, dass beidseitig der Spule zwei Stummel von 4-5cm. in der Länge für die Befestigung an den Antennendrähten berücksichtigt werden Hat man dies richtig gemacht, so sollte die Spulenbreite etwa 0.8 bis 1 cm.betragen. Dieser Wert ist wichtig zu wissen, wenn man die Spulenimpedanz berechnen will. Aus einem kleinen Akrillglasscheibchen von 4 x 2cm wird eine Aufhängung konstruiert, an welcher die Spule zugentlastet aufgehängt und mit den Antennendrähten verbunden wird. Wird die Spule exakt nach meiner Anleitung gebaut, so sollte diese eine Impedanz von 12.6 uH beitzen. Man kann diesen Wert berechnen mit nachfolgender Formel oder auch mit dem LC Messgerät messen. Errechnet nach der drauffolgenden Formel bin ich auf 12.4 uH gekommen, mit dem Messgerät wurde 12.6 uH ermittelt, stimmt also gar nicht mal so schlecht mit dem gemessenen überein.

Diese sogenannte Nagaoka Spulenformel kann auch für andere Luftspulen eingesetzt werden. Probieren sie es mal und messen sie mit dem LC Messgerät nach. Sie werden staunen, wie genau diese Formel mit der Praxis übereinstimmt.

Strahldiagramme der Antenne

Diese Strahldiagramme wurden mit EZNEC berechnet

 

Die Grundberechnung:

Antennensimulation

Ich bin von folgenden Annahmen ausgegangen:

Länge des Antennendrahtes:                             18 Meter

Verlängerungsspule:                                           Eingefügt bei 13m ab Speisepunkt. ( Wert der Spule, 12.4uH ). Ideale Spule ohne Verluste

Erdleitung:                                                           10 Meter lang für alle Simulationen wo nichts anderes vermerkt

Grundsätzliches:

Wenn es um Antennen geht, dann gibt es einige Randbedingungen welche durch die Gesetze der Physik gegeben sind. Hier eine kleine Auswahl, welche zum Verständnis dieser Antenne beitragen soll:

1. Es ist der Strom der strahlt!

2. An einem freien Ende einer Antenne tritt immer ein Spannungsbauch auf, d.h. an diesem Punkt wird der Srom zu Null!

3. An jedem geerdeten Ende einer Antenne tritt ein Strombauch auf (d,h. ein Strommaximum). der immer vorhandene Erdübergangswiderstand kann den Punkt des maximalen Stromes etwas vom Erdübergangswiderstand wegrücken. Es handelt sich aber im Falle eines guten Erdübergangs um kleine Verschiebungen, welche die Eigenschaften einer Antenne nicht nennenswert beeinflussen.

UM WAS FÜR EINE ANTENNE HANDELT ES SICH??

Technisch gesehen handelt es sich bei dieser Antenne um eine.....Nicht resonante, endgespeiste Antenne.

An einer bestimmten Stelle ist im horizontalen Draht einer Verlängerungspule von 12.4uH eingefügt. Diese Spule hat am meisten Einfluss auf dem 80m Band. Auf den anderen Bändern ist der Einfluss dieser Spule sehr klein, oder anders ausgedrückt....sie verschlechtert weder die Eigenschaften der Antenne, noch bringt sie einen positiven Beitrag.

MONOPOL ODER WAS??

Der Ausdruck MONOPOL sagt, es handle sich um eine Antenne, welche lediglich mit einem einzigen Antennendraht funktionieren würde. Dem ist natürlich nicht so.

Die einzige Antennenform, welche man auch nur im entferntesten als MONOPOL bezeichnen könnte, ist die resonante endgespeiste Antenne. Diese ist exakt Lambda/2 lang, oder ein vielfaches davon. Dieser Antennentyp wird am Ende hochohmig eingespeist und zwar mit:

1. Einer Hühnerleiter ( Zeppelinantenne )

2. Einer koaxialen Stichleitung

3. Einem Fuchskreis

Eine solche Antenne ist in sich resonant und benötigt keinerlei Gegengewichte oder Erdleitungen

Im Vorliegenden Falle stellt der Antennendraht lediglich einen Ast der Antenne dar. Der andere Ast ist die Erdleitung. Viele OM`s/ YL`s welche mit solchen Antennen experimentieren wissen zwar, dass man "ERDEN" muss. Sie sind sich aber nicht im klaren, dass die Erdleitung einen integrierenden Teil der Antennenanlage darstellt und an der Abstrahlung voll beteiligt ist. Wenn mit solchen Antennen TVI/BCI Probleme auftreten, dann ist in den meisten Fällen die Erdleitung schuld. Sie ist voll an der Abstrahlung beteiligt und allfällige Elektronik, welche in der Nähe positioniert ist kann beeinflusst, sprich gestört werden. Wenn weder Erde noch Gegengewicht vorgesehen wird, dann strahlt ganz einfach die Speiseleitung. HF findet immer einen Ausweg und lässt sich nicht so leicht überlisten. Fazit: HEISSER SHACK

Strahldiagramme mit EZNEC berechnet:

Zur Vergrösserung einfach auf Bild klicken

Diagramm 1.jpg (77471 Byte)

Diagramm 2.jpg (78810 Byte)-

Diagramm 3.jpg (81620 Byte)

Diagramm 4.jpg (74554 Byte)

Gewinn in der Haupstrahlrichtung -6dBi. Verlängerunsspule aktiv. Draht 1 führt viel Strom und strahlt. Draht 3 dient vorwiegend der Resonanz. Gewinn in der Hauptstrahlrichtung  - 5 dBi. Rundstrahlcharakter, flache Abstrahlung. Sehr gut für DX Verkehr. Gewinn in der Hauptstrahlrichtung  - 0.4 dBi. Gute Flachstrahlung. Einfluss des horizontalen wie auch des vertikalen Teils ( Erdleitung) sichtbar. Leichte Richtwirkung in Richtung Endisolator.

.

Gewinn in der Hauptstrahlrichtung    + 4dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 20m. Gute DX Eigenschaften, Flachstrahlung. Noch nicht ausgeprägte Richtwirkung.

Diagramm 5.jpg (84059 Byte)

Diagramm 6.jpg (80863 Byte)

Diagramm 7.jpg (79636 Byte)

Diagramm 8.jpg (77672 Byte)

Gewinn in der Hauptstrahlrichtung  + 3dBi. Entspricht einem Fullsize Dipol auf 17m. Ausgeprägte Flachstrahlung, starke Unterdrückung der Steilstrahlung. Richtwirkung ausgeprägt zunehmend. Gewinn in der Hauptstrahlrichtung + 2.6 dBi. Enspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 15m. Eigenschaften ähnlich wie bei 18MHz. Richtwirkung ist noch etwas ausgeprägter. Gewinn in der Hauptstrahlrichtung  + 4.7 dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 12m. Abstrahlung durch Steilstrahlung geprägt, im Sinne schlechte DX Eigenschaften, bei guten Verhältnissen aber DX möglich und machbar. Gewinn in der Hauptstrahlrichtung      + 7 dBi. Entspricht in etwa einem Fullsize Dipol auf 10m. Starke ausgeprägte Steilstrahlung, aber bei guten Verhältnissen wurden zahlreiche DX in CW gemacht.

SWR Verlauf bei verschiedenen Erdleitungslängen

SWR 1.jpg (72640 Byte)

SWR 2.jpg (77802 Byte)

SWR 3.jpg (74949 Byte)

SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 5 Meter Länge SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 10 Meter Länge SWR Verlauf bei einer Erdleitung von 15 Meter Länge

 

Kapitel 10.

Der Magnetic- Dipol

Nach einer Idee von SWL Wolfgang 13EG86

 

Einleitung:

Ein Grundsatz, welcher hier von Wolfgang 13EG86....SWL aus Deutschland sehr schön verkörpert wird ist.....dass sich auch SWL`s aktiv am Amateurfunkwesen beteiligen können. Schliesslich sind die geschätzten SWL ja auch Radioamateure im Sinneund liefern uns wertvolle Rapporte zur Studie der Ausbreitungsbedingunen usw. Sie dürfen auch basteln und experimentieren, dies auf der Basis des Höramateurs. Wolfgang hat sich eine Dipolantenne entworfen und gebaut und hat mir in sehr verdankenswerter Weise die Erlaubnis erteilt, dieses schöne Projekt auf meiner Webseite veröffentlichen zu dürfen. Mitgeholfen bei diesem Projekt hat sein Sohn Timm, auch ein sehr engagierter und aktiver SWL unter dem Call DE3RPC.  Zusammen haben sie dieses schöne Projekt gebaut. Ich konnte es mir nicht verkneifen, diese Antenne auch nachzubauen und hab damit in einem ausführlichen Test sehr gute Resultate erzielt und sogar in der Zeit des Sonnenfleckenminimuns konnten mit dieser Antenne und 5 Watt QRP   DXCC Länder wie Kanada, USA, Chile und Sybirien erreicht werden, mit zum Teil beachtlichen Rapporten. Aus diesem Grunde finde ich es sehr angebracht, dieses einfach zu realisierend Bauprojekt auf meiner Webseite etwas näher vorzustellen, soll es doch auch dem antennengeschädigten Funkamateur eine Idee für eine platzsparende Antenne bringen. Schliesslich pflegen wir Funkamateure und SWL alle ein Ziel.....Kontakte mit gleichgesinnten auf der ganzen Welt zu pflegen und in unserem Fall geht das halt leider ohne Antenne nicht.

Ich möchte hier Wolfgang 13EG86 meinen herzlichsten Dank für dieses wunderbare Projekt, sowie die Erlaubnis, dieses hier veröffentlichen und vorstellen zu dürfen, aussprechen. Somit wurde ein Ziel meiner Webseite, Projekte zu zeigen, Ideen anderer Funkamateure hier veröffentlichen zu dürfen, einmal mehr erreicht.

Die Idee:

Wolfgang pflegte schon lange den Wunsch, eine platzsparende Antenne aufzuhängen, da er platzmässig für grössere Projekte etwas eingeschränkt ist. Auf der Suche nach etwas geeignetem stiess Wolfgang auch auf meine Webseite und lernte hier den Bau eines 1:9 UNUN`s kennen. Der 1:9 UNUN hat die Eigenschaften, hohe Widerstandswerte (450 Ohm) an Speisepunkten auf annähernd 50 Ohm herunter zu transformieren. Wolfgang hatte einige Fragen verschiedener Bauprojekte für Antennen, welche mit 1:9 UNUN`s gespiesen werden können, an mich gerichtet. Geeinigt haben wir uns auf verschiedene per E- Mail ausgetauschten Besprechungen hin, einen Magnetic Dipol mit einer Gesamtlänge von 10 Meter zu bauen, das heisst....es wurden zwei Schenkel von 5 Meter ohne Einbezug auf den Verkürzungsfaktor zurechtgeschnitten, da diese Antenne in sich nicht resonant ist, doch aufgrund des 1:9 UNUN`s auf eine Resonanz gebracht werden kann. Grundsätzlich sollte die Antenne richtigerweise Impedanztransformierter Dipol heissen, wir belassen es aber der Einfachheit und besseren Verständlichkeit bei Magnetic Dipol.

Der Baubeschrieb:

Als erstes wird der 1:9 UNUN ( Impedanztransformator) aufgebaut. Man bediene sich der hier auf der QRP Seite veröffentlichten Baubeschreibung eines UNUN`s. Es ist wichtig, dass man am Gehäuse des UNUN`s zwei Anschlüsse vorsieht, da ja die Antenne wie ein Dipol wirken soll. Ein Ausgang ist ja schon gegeben, nämlich derjenige, welcher von der SO- 239 PL Buchse an der Seele befestigt ist. Den anderen Ausgang konstruiert man so, indem von der Masse der SO- 239 PL Buchse ein Stück Verdrahtungslitze anbringt und mit dem zweiten Ausgang verbindet. So ist die Funktion der Antenne gewährleistet und sie kann so ohne Gegengewicht betrieben werden, im Gegensatz zu einer Longwire Antenne, welche ohne Gegengewicht nicht auskommt.  Nach erfolgtem Aufbau des 1:9 UNUN`s schneidet man sich aus UV beständiger ummantelter 2.5mm Kupferlitze zwei Stücke von je 5 Meter oder je nach Platzbedarf auch längere zurecht, und schliesst diese zwei Stücke gegen Zugsentlastung....genau so wie es auf den folgenden Bildern der fertigen Antenne zu sehen ist, an. So wird ein Reissen der Antennendrähte vermieden. Wenn diese Arbeit erledigt ist, so werden an den Enden der Drahtantenne noch Endisolatoren aus Hartkunststoff oder Porzellan angebracht.  Man kann sich diese Endisolatoren auch bequem aus Acryllglas selber herstellen. Nun kann die Antenne aufgehängt werden und Wolfgang und ich wünschen viel Spass beim experimentieren damit. Resultate aus Experimenten nehme ich gerne unter hb9dqj@tele2.ch entgegen und werde diese selbstverständlich auch an den Projektleiter Wolfgang  13EG86  weiterleiten.

Was zum praktischen Betrieb zu sagen wäre, ist folgendes: Da die Antenne in sich nicht resonant ist, muss sie mit einem automatischen oder manuellen Antennentuner betrieben werden. Dies ist im Sende- wie auch Empfangsbetrieb der Fall. Im Empfangsbetrieb (Gilt für SWL) bediene man sich eines manuellen Tuners. Man sucht sich mit dem Induktator das stärkstmöglichste Signal auf dem zu verwendenden Bandes und stimmt dann fein mit den Kapazitäten Transmitter und Antenna nach. Dies ist für Empfangsbetrieb ausreichend und bringt dem SWL auch so schon wunderbare Resultate. Anschliessend noch eine kurze Materialliste. Das Material kann bis auf die Ringkerne und Endisolatoren nötigenfalls auch im Baumarkr erstanden werden

Materialliste:

1 Gehäuse für den UNUN

1 Amidon Ringkern T- 130- 2
Kleinmaterial zum Bau des UNUN wie auf meiner Webseite beschrieben
Isolierte Kupferlitze je nach Wunsch in verschiedenen Drahtstärken.
2 Endisolatoren aus Porzellan, Kunststoff oder Acryllglas.
SO- 239- PL Buchse für den Koaxkabel Anschluss
3 Ringschrauben mit dazugehörenden Muttern und Unterlagsscheiben

Bilder der fertigen Antenne:

Zur grösseren Ansicht einfach mit Maus das Bild anklicken

Mag Dip Speisung 1.JPG (15380 Byte)

Mag Dip Speisung 2.JPG (16208 Byte)

Mag Dip Speisung 3.JPG (15884 Byte)

Mag dip 4.JPG (8060 Byte)

Hier wird wunderbar gezeigt wie die Antenne schön zugsentlastet montiert wurde. Die fertig gebaute Antenne kurz vor dem Aufhängen im freien Gelände. Man beachte auch die Montage der Endisolatoren Schöne Detaillösung von Wolfgang, wie die Ausgänge der Antennendrähte gelöst wurde, ebenfalls der sehr saubere Aufbau des 1:9 UNUN Die fertig gebaute Antenne ist aufgehängt und erfreut den Operator beim guten Signalempfan

 

Kapitel 11.

Der Bazooka Koaxdipol

Einleitung:

Es war am 28.09.2007, da hatte ich mit G4XFC Ian ein schönes ausgiebiges QSO in CW/QRP gearbeitet. Aufgemerkt hatte ich, als mir Ian seinen Stationsbeschrieb durchgab und vor allem als er als Antenne einen Bazooka Dipol nannte. Ich konnte mir auf diesen Beschrieb nichts erklären und so wurde rückgefragt, wie denn so eine Bazooka gebaut werde. Ian erklärte mir, dass diese aus Koaxialkabel RG- 58 gebaut wurde und beschrieb mir auch in ungefähr, wie man vorgehen musste. Nun....ich hab mich mal schlau gemacht und schnell mal den Rothammel hervorgeholt. Doch leider fand ich in der grossen Antennenbibel nichts dergleichen und musste mich demzufolge im Internet durchschlagen, wo ich dann auch fündig wurde. Ich finde diese Art von Antenne sehr genial und dachte mir, hier eine kleine Veröffentlichung darüber zu machen. Leider weiss ich bis jetzt nicht, wer der Erfinder dieser Antenne ist. Vielleicht kann mir ja einer meiner Besucher dieser Webseite weiterhelfen. Auf eine E- Mail unter hb9dqj@tele2.ch freue ich mich sehr auf jeden Hinweis.

Der Beschrieb:

Die Bazooka Dipol eignet sich vorzüglich als Portabelantenne, bei genügender Abdichtung beim Aufbau, lässt sie sich aber auch als Feststationsantenne verwenden. Gegen verschiedene Umwelteinflüsse verhält sich die Antenne neutral. Bazooka Antennen sind sehr breitbandig und können auch ohne Tuner oder Matchbox betrieben werden, dies....weil man die genaue Resonanzfrequenz  errechnet, auf welcher die Antenne auch betrieben werden soll. Nachteil der Bazooka Antenne ist, dass sie nur als Monobander betrieben werden kann. Die Bazooka Antenne ist eine reine Koaxialantenne und wird vorwiegend aus RG- 58 gebaut. Es gab aber auch schon Amateure, welche diese Antenne mit dem dünneren RG- 174 aufgebaut hatten. Resultate liegen bis dato nicht vor. Es sei jedem, welcher gerne experimentiert, selbst überlassen, mit welchem Koaxialkabel er diese Antenne aufbauen will. Ob sie mit dem dünneren Kabel die gleiche Funktion wie mit dem RG- 58 hat....ob sie breit- oder schmalbandiger wird????? Das überlasse ich jedem selbst. Ich wünsche viel Spass beim Nachbau und Betrieb dieser Antenne

Der Aufbau:

Bild 1 zeigz den Aufbau dieser Koaxialantenne. Die Antenne kann als gestreckter Dipol oder aber als Invertet- Vee betrieben werden. Es ist anzumerken, dass bei Invertet- Vee die Schenkelspreitzung 45 Grad Winkel nicht unterschreiten sollte

Formeln/ Berechnungsbeispiel

Legende:

Lges = Antennengesamtlänge in Meter

Lk = Länge Koaxialelement in Meter

La = Länge der Antenne bis zum Koaaxialelement in Meter         ( 142.5   und   49.5 sind gegebene Werte mit welchen man rechnen muss)

 

Lges = 142.5 : f (MHz)               Lk= 49.5 : f ( MHz)       La = ( Lges - 2x Lk) : 2

 

Rechnungsbeispiel für eine 40 Meter Band Bazooka

Lges = 142.5 : 7.025 MHz = 20.284 m

Lk = 49.5 : 7.025 MHz = 7.046 m

La = ( 20.284m - 2x 7.049) : 2 = 3.096 m

 

Der praktische Aufbau:

1. RG- 58 ( oder RG-- 174) auf die berechneten Längen zuschneiden

2. Für La vom Ende der Antenne her berechneter Wert abmessen und mit einem scharfen Messe den äusseren Kunststoffmantel wie auch das Schirmgeflecht wegschneiden. Vorsicht......die weisse Kunststoffummantelung der Koaxseele nicht verletzen und schon gar nicht entfernen.

3. Beim Übergang von La auf Lk ein wenig Kupferleiterummantelung der Seele enfernen bis die blanke Litze sichtbar wird. Daraufhin verlötet man das Massegeflecht von Lk mit der freigelegten Litze von La.

4. In der Mitte der Antenne liegt der Speisepunkt wie auf Bild 1 ersichtlich ist. Ich überlasse es jedem selbst, wie er dieses Detail lösen will. Einige werden sicher den Speisepunkt in einem Gehäuse mit einer SO- 239 PL Buchse als Anschluss für das Speisekabel wählen. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Detailansicht zur Lösung des Speisepunktanschlusses

5. An den Enden der Antenne können nun zur Aufhängung der Antenne Endisolatoren aus Porzellan oder Kunststoff angebracht werden. Am Gehäuse des Speisepunktes empfehle ich auf der Oberseite des Gehäuses eine M6 Ringschraube zu befestigen, damit die Antenne schön aufgezogen und aufgehängt werden kann.

6. Übergänge und Einspeisung, sofern die Einspeisung nicht über ein Gehäuse erfolgt, können mit Kunststoffröhrchen und Heissleim oder Kunstharz ausgegossen und so sauber abgedichtet werden

Nun wünsche ich ihnen viel Spass beim Bau und Experimenten mit dieser Antenne und es würde mich freuen, wenn auch mal jemand über seine Erfolge und Resultate mit dieser Antenne oder einer Bauversion dieser Antenne mit RG- 174 berichten würde. Meine E- Mailadresse ist in diesem Bericht bereits eingefügt.

Best 73 es gl de HB9DQJ Markus

 

Kapitel 12.

Die Allband Sloping Vertical

Ein Homebrew Projekt von HB9DQJ Markus

Die Allband Sloping Vertical ist eine für meine Antennenverhältnisse "Not macht erfinderisch" Antenne, welche ich als letzte Lösung fand. Da ich in einem grossen Mietshaus im vierten Stock wohne und die Hausverwaltung dagegen ist eine Antenne auf dem Dach oben errichten zu dürfen, musste mal wieder mit Kompromissen gearbeitet werden. Durch Zufall fand ich auf dem Internet die Webseite von HB9CHB, welcher wie mir scheint, in ähnlichen Verhältnissen wohnt wie ich. Er benutzt einen Spiethmast und spannt so mit etwas Draht welcher an einem Smarttuner befestigt ist ein liegendes "V" auf und arbeitet so auf KW. Ist er fertig mit funken so kann die ganze Konstruktion eingefahren werden und niemand sieht mehr was davon. So habe auch ich angefangen und mit 14.5 Meter Draht , einem 1:9 Eigenbau UNUN und einem Spiethmast wurde auch so eine Antenne errichtet welche schnell aufgestellt und auch wieder schnell eingefahren ist. Zudem lieferte mir diese Konstruktion sehr gute Resultate auf allen Bändern von 80 bis 10m und ich war fürs erste zufrieden. Mit der Zeit wurde es mir aber zu blöd immer vor dem Funkbetrieb zuerst das ganze Prozedere mit Ausfahren des Mastes usw. durchzuführen. So wurde einmal der ganze Draht genommen, mit einem kleinen Gewicht am Ende versehen und einfach über den Balkon hinausgeschmissen. Das ging deshalb so gut weil ich im vierten Stock wohne. Schnell an den TRX gesessen und auf irgend einem brauchbaren Band die Antenne abgestimmt. Das ging ganz gut und als ich damit den ersten Amerikaner arbeiten konnte, war auch der Gedanke gereift, dass ich es mit dem herunterhängenden Draht so belassen möchte. So wurde ein Endisolator befestigt und der Draht an einem Bäumchen, welches unten steht befestigt. Als dann gegen Herbst das 80m Band wieder aktuell wurde, merkte ich, dass die Antenne auf diesem Band sehr schmalbandig wirkte. Wie könnte man diesem Problem entgegenwirken war meine Frage? Der Gedanke kam sofort, es muss eine Spule reingebaut werden. Es wurde eine Fantasiespule gemacht. Ich wickelte ohne gross zu rechnen mal ein Stück Kupferlackdraht von 0.8mm satt auf ein Stück Kabeleinzugsrohr im Durchmesser von 2.5cm. Diese Spule wurde in eine Fotofilmdose eingebaut. Der Antennendraht wurde bei 1.80m vom Speisepunkt weg aufgeschnitten und die Spule konnte nun dort eingelötet werden. Wie es der Zufall wollte hatte ich es getroffen. Die Antenne ist nun schön breit geworden, ich muss sie im ganzen CW Bereich von 80m überhaupt nicht mehr nachstimmen, somit war dieses Ziel erreicht ohne grosse mathematische Kunststücke zu vollbringen. Etwas später wurde auch noch das Gegengewicht dieser Antenne verbessert, es wurden Radials im Schlafzimmer den Wänden nach verlegt, sowie die Zentralheizung im Schlafzimmer damit verbunden. Die Antenne ist DX tauglich. Es wurden schöne Verbindungen nach Afrika, Karibik, Südamerika und USA sowie Europa  getätigt. Das Highlight war, dass ich mit 5 Watt QRP in CW "VU7RG" welche auf den Andamanen Inseln QRV waren, arbeiten konnte und das erst noch auf 80m . Ich konnte das fast nicht glauben, aber als ich dann einige Zeit später die QSL Karte in den Händen hielt, hatte ich sehr grosse Freude, dies mit so einer einfachen Konstruktion geschafft zu haben.

Situationsplan der Sloping Vertical

 

Es soll im Sinne hier aufgezeigt werden, dass es auch mit sehr einfachen Mitteln geht, und dass man damit auch Erfolg haben kann. Bis dato hat sich weder eine Hausverwaltung noch irgend welche Mitbewohner des Hauses über diese Antenne beschwehrt. Sie ist sehr unauffällig da sie zwischen Bäumen heruntergehängt ist. Seit bei uns in Bern das 6m Band dank Abschaltung des TV Kanal 2 auf dem Bantiger Sendeturm brauchbar wurde, arbeite ich mit dieser Antenne auch erfolgreich auf 50MHz und kann auch da bereits schöne Erfolge verzeichnen. So wurde eine Vertikal geboren, welche für alle Bänder von 80 bis 6m brauchbar ist. Da diese Vertical in einem Winkel von 65 Grad heruntergespannt ist, wurde diese Antenne "Sloping Vertical" getauft. Den Namen fand ich im Rothammel Antennenbuch, welches eine ähnliche Konstruktion beinhaltet.

Der Materialaufwand, diese Antenne zu bauen ist sehr gering. Es braucht 14.5m T- Litze oder hochwertige Antennenlitze, einen 1:9 UNUN welchen man selber bauen kann ( Bauanleitung dazu auf meiner QRP Seite hier), ein Spulenkörper aus Kunststoff von 2.5cm. Durchmesser, 2m Kupferlackdraht im Durchmesser von 0.8mm, eine Fotofilmdose um die Spule darin einzubauen, einen Endisolator aus Porzellan oder Eigenbau und eine Kastenklemme. Mit diesen paar Bauteilen kann die Sloping Vertical gebaut werden. Man achte auf gutes Gegegewicht. Je besser das Gegengewicht umso besser auch der Wirkungsgrad.

 

Kapitel 13.

 

Die Stabantenne

Etwas Theorie über die Entstehung der Groundplaneantenne. Zum Lesen klicken sie einfach auf das untenstehende Bild. Viel Spass.

 

Kapitel 14.

 

Die Slim- Jim Antenne für UKW Betrieb

 

Ein interessantes und effizientes Feierabendprojekt welches ohne grossen Aufwand zu bauen ist. Gekannt habe ich diese Antennenform schon lange aber realisiert wurde das Projekt von mir am 28.01.2010. Wie kam es dazu? Da ich 2m/70cm Betrieb praktisch nur über Relais tätige habe ich auch keine grosse UKWAntennenanlage. Bis anhin reichte ein einfacher Vertikalstrahler welchen ich in einer Ecke meines Shack`s aufgestellt hatte völlig aus. Plötzlich aber wollte die Antenne nicht mehr so richtig und so musste eine andere Lösung her. Dank meines Geistesblitzes bei welchem mir eben der Name "Slim Jim" wieder in den Sinn kam sah ich mal in meinen Antennenunterlagen nach und fand eine Bauanleitung für dieses Projekt. Sehen sie selber, es ist wirklich recht einfach diese Antenne zu bauen. Sie eignet sich sehr gut für stationären wie auch Portabelbetrieb. Ohne grossen Aufwand kann diese Antenne irgendwo aufgehängt werden und los gehts mit Funkbetrieb.

 

Die Bauanleitung der Slim Jim fürs 2m Band

Der Bericht wird weitergeführt: